Die Klagemauer in Jerusalem wird auch am bevorstehenden jüdischen Pessachfest nur in sehr eingeschränktem Rahmen zugänglich sein.
Für die Öffentlichkeit bleibe die heilige jüdische Stätte in der Altstadt geschlossen, teilten die Stadt, die israelische Polizei und die für die Stätte zuständige Western Wall Heritage Foundation mit. Das Jaffator und das Dungtor sollen demnach für Fahrzeuge und Fußgänger gesperrt und der öffentliche Verkehr zur Klagemauer ausgesetzt werden.
Für den traditionellen Priestersegen (Birkat Kohanim) soll an diesem Sonntag eine begrenzte Teilnehmerzahl von 50 Nachkommen der jüdischen Priester (Kohanim) zugelassen werden. Zudem wird das Gebet wie in vergangenen Jahren live übertragen. Üblicherweise wird der Segen seit 1970 zweimal jährlich, zu den Wallfahrtsfesten Pessach und dem Laubhüttenfest Sukkot, von hunderten Kohanim an der Klagemauer gesprochen.
Sicherheitsargument
Begründet werden die Einschränkungen mit der aktuellen Sicherheitslage und den Anweisungen des Heimatfrontkommandos. Die heiligen Stätten in der Jerusalemer Altstadt sind seit 28. Februar für Besucher und Beter geschlossen. Davon betroffen ist auch die Grabeskirche.
Am Montag einigten sich die Polizei und katholische Kirchenführer darauf, dass die Feiern der Kar- und Osterwoche im Wesentlichen ohne Gläubige von den in der Kirche lebenden Ordensleuten gefeiert werden. Anders als an Palmsonntag sollen Kirchenvertreter aber Zugang zur Kirche erhalten.
Pessach, das in diesem Jahr mit dem Sonnenuntergang am Mittwoch beginnt, erinnert an die Befreiung des Volkes Israel aus der ägyptischen Gefangenschaft. Sieben Tage lang darf nichts Gesäuertes (Chametz) gegessen, besessen oder gehandelt werden. Als Chametz gelten verschiedene Getreidesorten, bei denen im Kontakt mit Wasser ein Säuerungsprozess eintritt.