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Jede Sonnenminute zählt

Immer noch wird es morgens erst spät hell. Am heutigen Sonntagmorgen geht die Sonne z.B. erst um 8 Uhr 32 auf. Aber immerhin sind das fünf Minuten Sonne mehr als letzten Sonntag.

Symbolbild Urlaub, Ruhe, Sonnenaufgang  / © kesipun (shutterstock)
Symbolbild Urlaub, Ruhe, Sonnenaufgang / © kesipun ( shutterstock )

Außerdem geht die Sonne heute erst um 16 Uhr 56 unter. Das macht nochmal neun Minuten mehr Sonne als letzten Sonntag.

Zusammen macht das vierzehn Minuten mehr Licht. Quasi also ein Viertelstündchen mehr Sonne.

Damit ist die dunkle Jahreszeit noch nicht vorbei. Ich weiß. Aber eine Viertelstunde mehr Licht in einer Woche, das ist doch schon mal was.

Ich glaube, ich bin da wie die Eichhörnchen, die durch den Garten springen und immer näher ans Haus kommen.

So nah, dass ich ihre zierlichen, feingliedrigen Finger sehen kann. Die erstaunlich geschickt ihre Beute drehen, öffnen oder zu sich heran angeln können.

So wie die Eichhörnchen jede kleine Beute sammeln, so sammele ich jede kleine Sonnenminute.

Zumal es davon, ganz unabhängig von Sonnenauf- oder Niedergang, in der letzten Zeit nicht viele hier am Niederrhein gegeben hat.

Im Gegenteil: Tagelang konnte es sein, dass die Sonne wie ausgewandert schien und es nicht der kleinste Sonnenstrahl auf die andere Seite der dicken Wolkendecke schaffte.

Und wenn dann noch der berühmte Niederrheinnebel dazu kam, dann war die Suppe nicht nur grau, sondern auch so dick, dass manchmal beim Hundespaziergang die Menschen mit ihren Hunden so plötzlich auftauchten, als seien wir auf einer Nebelgeisterbahn unterwegs.

An solchen Tagen hilft auch der schönste Sonnenaufgang nicht. Es bleibt ja trotzdem alles grau.

Aber wie gesagt, die Chance, dass trotz Nebel und grauen Wolken die Sonne am Himmel erscheinen kann, wächst von Tag zu Tag.

Und mit so einem Viertelstündchen lässt sich schon was anfangen. Z.B. noch ein Viertelstündchen in Ruhe etwas am Schreibtisch zu Ende schreiben. Und trotzdem noch mit dem kleinen Hund eine Runde bei Tageslicht drehen zu können.

Jetzt fragen Sie sich: Warum erzähle ich Ihnen das? Tja, ehrlich gesagt weiß ich das auch nicht so genau.

Vielleicht, weil ich die hellen Tage wenigstens schon mal herbei erzählen möchte. Auch, wenn es man die kleinen Minuten noch nicht wirklich im Alltag merkt:

Die hellen Tage kommen. Ganz sicher.

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