Jakob Auer übernimmt Verantwortung als Erzabt in Salzburg

Jüngster Abt im deutschen Sprachraum

Jakob Auer gewöhnt sich noch an seinen Titel und die neue Verantwortung im Benediktinerstift St. Peter in Salzburg. Er schätzt den Gestaltungsspielraum seines Amtes, spürt aber auch die veränderte Distanz zu seinen Mitbrüdern.

Abtei St. Peter Salzburg / © Alex Polo (shutterstock)

Jakob Auer (34), jüngster Abt im deutschen Sprachraum, hat sich noch nicht so recht an seinen Titel gewöhnt. "Früher war ich 'Bruder Jakob', jetzt bin ich 'Herr Erzabt'. Eigentlich mag ich die Anrede 'Herr Erzabt' nicht", sagte Auer laut Bericht des "Berchtesgadener Anzeigers" (Sonntag online).  Er äußerte sich demnach bei einer Veranstaltung in der Erzabtei St. Peter in Salzburg.

Neue Rolle, neue Distanz zu den Mitbrüdern

Das Verhältnis zu seinen Mitbrüdern habe sich seit seiner Wahl verändert. "Früher war ich einer von ihnen, jetzt ist die Distanz da", sagte Auer. "Jetzt kommt es auch mal vor, dass ich einen von meinen Brüdern zurechtweisen muss." Doch das bringe das Amt mit sich. Auch wenn er große Verantwortung spüre, wisse er den Gestaltungsreichtum zu schätzen und zu nutzten.

Auer wurde im Februar 2025 zum Erzabt des Benediktinerstifts St. Peter in Salzburg gewählt. Er folgte auf Korbinian Birnbacher (59), der Anfang dieses Jahres zum Ökonom der Primatialabtei Sant'Anselmo in Rom sowie zum Schatzmeister der Benediktinischen Konföderation ernannt wurde. Das Stift St. Peter ist das älteste bestehende Kloster im deutschen Sprachraum.

Erzdiözese Salzburg

Die Erzdiözese Salzburg, die älteste Diözese Österreichs und im deutschen Sprachraum, wurde im 8. Jahrhundert vom heiligen Rupert gegründet. Sie zählt heute etwa 460.100 Katholiken in 210 Pfarren und wird von Erzbischof Franz Lackner geleitet. 

Rupert gründete in der verwüsteten Stadt Juvavum (heute Salzburg) das Stift Sankt Peter und das Frauenkloster Nonnberg. Die Erzdiözese wurde 798 offiziell unter Erzbischof Arno errichtet und umfasste einst große Teile des heutigen Österreichs, Bayerns und angrenzender Länder.

Salzburger Dom / © Gimas (shutterstock)
Quelle:
KNA