Initiative zur Umnutzung von Kirchengebäuden startet

Leerstand und Verfall verhindern

"Zukunftskonzept Kirchenräume": Mit einer Auftaktveranstaltung in Bochum startet am Donnerstag ein landesweites Projekt zur Erhaltung und Umnutzung von leerstehenden Kirchengebäuden.

Profanierte Kirche in der Altstadt von Konstanz / © Harald Oppitz (KNA)
Profanierte Kirche in der Altstadt von Konstanz / © Harald Oppitz ( KNA )

Aufgegebene Kirchen müssten häufig baulich angepasst und einer völlig neuen Nutzung zugeführt werden, um Leerstand und Verfall zu verhindern, erklärte die Landesinitiative Stadt-Bau-Kultur in Gelsenkirchen. Das Projekt "Zukunft – Kirchen – Räume" solle Gemeinden mit Informationen, Beratung und Förderung bei der Umnutzung von Gotteshäusern unterstützen, die sie aufgeben mussten.

Projektaufruf und Internetportal

Das Projekt ist eine Kooperation der Landesinitiative Stadt-Bau-Kultur mit der Architektenkammer und der Ingenieurkammer-Bau NRW unter Mitwirkung der katholischen Bistümer und evangelischen Landeskirchen. Es startet den Angaben zufolge am Donnerstag mit einem Projektaufruf unter dem Titel "Zukunftskonzept Kirchenräume", für das sich Kirchengemeinden, aber auch Bürger aus Nordrhein-Westfalen bewerben können, die Unterstützung bei der Umnutzung von Kirchengebäuden suchen. Zudem werde am Donnerstag das Internetportal www.zukunft-kirchen-raeume.de freigeschaltet, das Beispiele für umgenutzte Kirchen präsentiere sowie Fachwissen und Ansprechpartner zur Verfügung stelle, hieß es.

Nach Angaben der Landesinitiative werden bis zu 30 Prozent der rund 6.000 Kirchengebäude in Nordrhein-Westfalen langfristig leer stehen. Die Gebäude dokumentierten eine lange und reiche Bautradition und prägten das Bild von Städten und Vierteln. Sie zu erhalten und in angemessener Weise an die Veränderungen anzupassen, sei ein wichtiges Anliegen nicht nur für die betroffenen Kirchengemeinden, sondern auch für die Gesellschaft als Ganzes, betonte die Initiative.

Quelle:
epd