Das 1965 gegründete Ikonen-Museum Recklinghausen gilt als das weltweit bedeutendste Museum für ostkirchliche Kunst außerhalb der orthodoxen Länder. Das klassizistische Gebäude aus dem Jahr 1795 wurde für mehr als 750.000 Euro renoviert. Es erhielt einen neuen Anbau mit goldener Fassadenverkleidung, der an Ikonen erinnern soll. Neben 3.000 Exponaten beherbergt das Museum auch eine umfangreiche Bibliothek. Die Umbaukosten stammen zum größten Teil aus Mitteln des Konjunkturpakets II, den Rest steuerte die Stadt Recklinghausen bei.
Die Sammlung enthält Exponate aus Russland und Griechenland, aber auch rumänische Ikonen sowie Stücke aus der koptischen Kunst. Davon werden rund 400 in einer Dauerausstellung gezeigt. Zu den bedeutendsten Stücken des Bestandes zählt die Ikone der "Gottesmutter von Vladimir" aus dem 15. Jahrhundert.
Daneben sind auch noch Ikonen der Stiftung Idelberger sowie Metallikonen und -Metallkreuze zu sehen, die das Museum erst kürzlich aus einem Nachlass erhielt. Die Ausstellungsstücke stammen nach Museumsangaben aus dem Kunsthandel, aus Privatbesitz sowie aus Schenkungen und Nachlässen von Sammlern.
Ikonen-Museum Recklinghausen wiedereröffnet
Ostkirchliche Kunst im Fokus
Im Ikonen-Museum Recklinghausen sind nach anderthalbjähriger Renovierungs- und Umbauphase seit Samstag wieder Ikonen, Goldstickereien sowie Holz- und Metallarbeiten aus orthodoxen Ländern zu sehen. Auf drei Etagen in neu gestalteten Räumen wird zur Eröffnung die Sonderausstellung "Gold und Blei. Byzantinische Kostbarkeiten aus dem Münsterland gezeigt". Schwerpunkt der Schau mit rund 80 Stücken sind Münzen, Siegel und Öllampen.
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