Hindu-Feier in katholischer Kirche sorgt für Skandal in Ceuta

Der Einlass ist "schlecht und tadelnswert"

Hindus zogen mit einer Ganesha-Statue, dem Elefantengott, in ein katholisches Gotteshaus im spanischen Ceuta ein. Jetzt muss der Generalvikar der der spanischen Exklave gehen, weil er die Hindugruppe empfangen hatte.

Symbolbild: Ganesha-Statue hier in Indien / © Rajanish Kakade (dpa)
Symbolbild: Ganesha-Statue hier in Indien / © Rajanish Kakade ( dpa )

Der Generalvikar der spanischen Exklave Ceuta, Pfarrer Juan Jose Mateos, hat wegen einer Hindu-Zeremonie in seiner Kirche sein Amt verloren. Der Geistliche hatte laut Medienberichten am Dienstag eine Gruppe Hindus in Ceutas Kirche der Heiligen Maria von Afrika empfangen. Videos in den Sozialen Netzwerken zeigen, wie die hinduistischen Gläubigen mit einer Ganesha-Statue feierlich in das katholische Gotteshaus einziehen.

Der Elefantengott Ganesha ist eine der wichtigsten Gottheiten im hinduistischen Pantheon. Jeder hinduistische Gottesdienst (Puja) beginnt mit Gebeten zu der Gottheit in Menschengestalt mit dem Kopf eines Elefanten. Als Gott steht Ganesha im Hinduismus für Neuanfang, Weisheit und Intelligenz.

Der Bischof von Cadiz und Ceuta, Rafael Zornoza Boy, äußerte in einer Erklärung seinen "tiefen Schmerz" über das Vorgefallene. Der Einlass des Hindu-Umzugs in die Kirche sei "schlecht und tadelnswert" gewesen und habe in der christlichen Gemeinde für Verwirrung gesorgt. Der Bischof bat all jene um Verzeihung, die sich wegen der Geschehnisse verletzt fühlten. Der Vikar habe seinen Fehler eingesehen und sein Rücktrittsgesuch eingereicht. Diesem habe man entsprochen.

Quelle:
KNA