Harald Schmidt über die katholische Kirche

Desaströs angegangen?

Der Entertainer und Schauspieler Harald Schmidt macht sich als bekennender Katholik Sorgen um seine Kirche. "Die Kirche zerlegt sich sehr solide selbst", sagte der 61-Jährige mit Blick auf den Umgang mit dem Missbrauchsskandal.

Harald Schmidt an Fronleichnam / © Rolf Vennenbernd (dpa)
Harald Schmidt an Fronleichnam / © Rolf Vennenbernd ( dpa )

"Das merkt man ja auch an Leuten, die in der Wolle gefärbte Katholiken sind. Die sagen: Das geht zu weit, da gibt's keine Entschuldigung."

"In meiner Wahrnehmung wird das von der Bischofskonferenz desaströs angegangen", sagte Schmidt. "Ich verstehe nicht, warum." Man könne als Kirche nicht sagen: "Wir gehören nicht zum Rechtsstaat, entschuldigen uns aber, schämen uns und singen 'Maria, meine Königin'!" Der Effekt sei, "dass die Kirchen leer sind", so der Entertainer.

Interessiert an Papst Benedikt XVI.

Von allen möglichen Persönlichkeiten würde Schmidt nach eigener Aussage gern den emeritierten Papst Benedikt XVI. in seiner Bibliothek in den Vatikanischen Gärten kennenlernen. "Ich würde ihn einfach reden lassen. Was er liest, wie er seinen Tag verbringt, was er schreibt – das würde mich echt mal interessieren."

Quelle:
KNA