Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße ist am Wochenende gemeinsam mit einem Großteil des Hamburger Domkapitels nach Kopenhagen gereist.
Anlass war eine Messe am Sonntag (25. Januar 2026) in der Sankt-Ansgar-Kathedrale. Zu den Gästen zählte auch Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, der aus dem Vatikan angereist war, um an den Beginn der Christianisierung Dänemarks durch den heiligen Ansgar vor 1.200 Jahren zu erinnern.
Thema Grönland in vielen Gesprächen präsent
Während seines Aufenthalts in Dänemark sei das Thema Grönland in vielen Gesprächen präsent gewesen, erklärt Erzbischof Heße. "Die Menschen in Dänemark stehen klar an der Seite Grönlands, es gab mehrere Demonstrationen vor dem Rathaus in Kopenhagen“, berichtete Heße von seinen Eindrücken vor Ort.
In seinem Grußwort im Rahmen des Gottesdienstes in der Kathedrale betonte er: "Wir stehen als Europäer zusammen und lassen uns nicht von Dänemark und Grönland wegdividieren."
Politische Besitzansprüche auf Grönland wies Erzbischof Heße entschieden zurück. "Was Trump über Grönland sagt, wird in keiner Weise den Menschen vor Ort, ihrer Tradition oder dem Völkerrecht gerecht." Daher müsse man jetzt Solidarität mit den Menschen zeigen und zu Europa stehen:
"Die europäische Idee ist eine großartige. Ich kenne nichts Besseres", sagte Heße. Er rief abschließend dazu auf, in Solidarität für die Menschen in Grönland zu beten.