Gössl rät bei Wahlentscheidung zur Beachtung christlicher Werte

"Verantwortung übernehmen"

Bambergs Erzbischof Herwig Gössl ruft zur Teilnahme an der Kommunalwahl auf. Er plädiert für eine durchdachte Entscheidung. Maßstab sollen nach seinen Worten die Würde jedes Menschen, Solidarität und Nächstenliebe sein.

Erzbischof Herwig Gössl / © Katharina Gebauer (KNA)
Erzbischof Herwig Gössl / © Katharina Gebauer ( KNA )

Vor den bayerischen Kommunalwahlen am kommenden Sonntag ruft Bambergs Erzbischof Herwig Gössl dazu auf, sich bei der Wahlentscheidung an den Grundwerten des Glaubens zu orientieren: "An der Achtung der Würde jedes Menschen, an Solidarität und Nächstenliebe", heißt es in einem Statement des Erzbischofs auf den Social-Media-Kanälen des Erzbistums.

Gössl ruft zur Beteiligung an der Wahl auf

Parteien und Positionen, die Menschen ihre Würde absprächen, sie ausgrenzten, Angst schürten und den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährdeten, widersprächen diesen Werten.

Der Erzbischof rief zudem zur Beteiligung an der Wahl auf. Dies diene nicht nur dem Wohl der Gemeinden und der Demokratie. Vielmehr erweise man damit auch allen Dank und Respekt, die sich in der Kommunalpolitik engagierten. Die Kommunalwahl betreffe das tägliche Leben unmittelbar, erinnerte Gössl: "Mit unserer Stimme übernehmen wir Verantwortung für das Gemeinwohl."

Erzbistum Bamberg

Das Bistum Bamberg wurde auf die Initiative von König Heinrich II. hin bei der Reichssynode in Frankfurt gegründet. Erster Bischof von Bamberg war Eberhard I., der dieses Amt von 1007 bis 1040 innehatte. Mit dem Bistum Bamberg ins Leben gerufen wurde das Domkapitel, das den Heiligen Georg als Patron wählte.

Beim 4. Laterankonzil 1215 erlangte das Domkapitel das alleinige Bischofswahlrecht und beanspruchte die Mitregierung des Hochstifts und der Diözese.

Blick auf die Bamberger Altstadt / © saiko3p (shutterstock)
Blick auf die Bamberger Altstadt / © saiko3p ( shutterstock )
Quelle:
KNA