Giraffen vom Aussterben bedroht

 (DR)

In den vergangenen 30 Jahren ist die Population der Giraffen in den afrikanischen Savannen um knapp 40 Prozent gesunken, wie die IUCN bekanntgab. Der Bestand wird derzeit auf etwas über 100.000 geschätzt. Giraffen sind die größten Landwirbeltiere der Erde. Dass einzelne der bisherigen Unterarten regional bedroht sind, war Wissenschaftlern schon vorher bewusst: Hauptgründe dafür seien die Wilderei und der Verlust von Lebensräumen. Als Säugetiere bringen Giraffen ihren Nachwuchs – meist ein Junges – lebend zur Welt. 15 Monate dauert eine Giraffenschwangerschaft. Das Muttertier gebiert ihr Junges im Stehen. Schnell nach der Geburt muss das Jungtier aufstehen, um mit der Herde mitziehen zu können. Anders als die ausgewachsenen Tiere, für die nur Löwen eine echte Bedrohung darstellen, können kleine oder geschwächte Giraffen von Hyänen, Leoparden oder Wildhunden gerissen werden. Zoologen schätzen, dass zwei Drittel aller Neugeborenen das Erwachsenenalter nicht erreichen. Entsprechend langsam können Giraffen einen Rückgang ihrer Population wieder ausgleichen.