Hildesheimer Initiative "Maria 2.0" kritisiert Bätzing-Äußerungen

Gestaltungsmacht für Frauen

Der DBK-Chef Bätzing hatte mehr Macht für Frauen in der Kirche gefordert und gleichzeitig aber eine getrennte Betrachtung bei der Frage nach Zulassung zu Weiheämtern angemahnt. Kritik kommt jetzt von Maria 2.0.

Plakat mit einem Portrait der Muttergottes und der Aufschrift "Maria 2.0" / © Harald Oppitz (KNA)
Plakat mit einem Portrait der Muttergottes und der Aufschrift "Maria 2.0" / © Harald Oppitz ( KNA )

Vertreterinnen und Vertreter der katholischen Reformbewegung "Maria 2.0" aus Hildesheim haben den Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, in einem offenen Brief für seine Äußerung zur Gleichberechtigung und zur Frauenweihe kritisiert. Ebenso wenig wie es "ein bisschen schwanger" gebe, gebe es "ein bisschen gleichberechtigt", schreiben 24 Frauen und Männer in dem am Sonntag öffentlich gemachen Brief.

Zulassung zu Weiheämtern

Bätzing hatte Anfang des Monats mit Äußerungen im "Kölner Stadtanzeiger" für Diskussionen gesorgt. Dabei hatte er mehr Gestaltungsmacht für Frauen in der katholischen Kirche gefordert. Man müsse das Thema Gleichberechtigung aber von der umstrittenen Frage nach der Zulassung von Frauen zu den Weiheämtern trennen, sagte der Limburger Bischof. Er sei jedoch durchaus bereit, entsprechende Forderungen an die Kirchenleitung in Rom vorzutragen.

Quelle:
epd