«Gemeinsames Ziel der Geschäftsführung und der Belegschaft ist es, den Geschäftsbetrieb im Interesse der Mitarbeiter, der Kunden und der Gläubiger ohne Unterbrechung fortzuführen», sagte Hertie-Geschäftsführer Erik van Heuven. Jetzt werde die Rentabilität der einzelnen Standorte gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter einer genauen Analyse unterzogen. Zudem würden unverzüglich Gespräche über die Finanzierung des Insolvenzgeldes für die Hertie-Mitarbeiter aufgenommen.
Seit rund zwei Wochen gibt es Spekulationen über finanzielle Probleme von Dawnay Day. Der Investor hatte im September 2005 insgesamt 74 kleinere Hertie-Warenhäuser von Karstadt übernommen. Derzeit werden noch 73 Warenhäuser unter dem traditionsreichen Namen Hertie betrieben.
Das NRW-Wirtschaftsministerium sicherte Hertie Unterstützung zu. Das Unternehmen habe in den vergangenen Monaten intensive Anstrengungen zur Umsetzung der notwendigen Restrukturierung unternommen. Durch die Insolvenz von Dawnay Day, die maßgeblich durch die Immobilienkrise verursacht wurde, sei Hertie die notwendige Finanzbasis für die Sanierung weggebrochen.
Hertie-Aufsichtsratsmitglied und ver.di-Sekretär Johann Rösch warf indes den Vertretern von Dawnay Day schwere Versäumnisse vor. Sie seien zwar in den Aufsichtsratssitzungen dabei gewesen, hätten sich aber nicht aktiv um die Probleme bei Hertie bemüht.
Geschäftsbetrieb soll fortgeführt werden - ver.di erhebt schwere Vorwürfe gegen Eigentümer
Hertie meldet Insolvenz an
Die Warenhauskette Hertie hat Insolvenz angemeldet. Der Geschäftsbetrieb solle aber fortgeführt werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Hertie betreibt bundesweit 73 Warenhäuser und hat 4100 Beschäftigte. Das Unternehmen war wegen Finanzproblemen des Haupteigentümers Dawnay Day in Schwierigkeiten geraten. Das NRW-Wirtschaftsministerium bot Unterstützung für eine Sanierung von Hertie an. ver.di erhob schwere Vorwürfe gegen den britischen Finanzinvestor Dawnay Day.
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