Berliner Erzbischof Koch verurteilt Hass auf Andersgläubige

Gegen Intoleranz und Missgunst

Zum 20. Jahrestag des islamistischen Terroranschlags in New York und Washington hat der Berliner Erzbischof Heiner Koch religiös und weltanschaulich motivierten Hass verurteilt. Die offene Gesellschaft müsse geschützt werden.

Religionen / © Vladimir Melnik (shutterstock)

"Die Grenze zwischen Gut und Böse verläuft nicht zwischen Christen und Muslimen", sagte Koch einem vorab veröffentlichten Beitrag für den rbb-Hörfunk. "Sie verläuft zwischen Menschen, die - aus welchen Gründen auch immer - Hass auf Andersgläubige, auf Andersartige, auf Menschen mit anderen Ansichten propagieren und diejenigen schmähen, die sich für unsere offene und demokratische Gesellschaft einsetzen."

Offene Gesellschaft schützen

Anschläge aus Hass, "sei es in New York, Berlin oder Hanau", zielten auch auf die politische Ordnung und offene Gesellschaft, betonte der Erzbischof des Erzbistums Berlin. "Komplizen sind dabei diejenigen, die Anschläge nutzen, um Feindschaft und Missgunst zwischen verschiedenen Gruppen unserer Gesellschaft zu schüren."

Eine Lehre aus den Anschlägen vom 11. September 2001 sei, die offene Gesellschaft zu schützen, in der "Unterschiede in Glauben, Herkunft und Ansichten normal sind und in dem nur der Hass nicht willkommen ist".´

Heiner Koch

Heiner Koch wurde am 13. Juni 1954 in Düsseldorf als Sohn eines Justizamtsrates geboren. Nach dem Studium der Theologie, Philosophie und Erziehungswissenschaften in Bonn und einer Promotion in Theologie empfing er 1980 in Köln die Priesterweihe. Anschließend war er unter anderem Hochschulpfarrer an der Universität Düsseldorf und hatte leitende Funktionen in der Verwaltung des Erzbistums Köln inne.

Erzbischof Heiner Koch / © Christoph Busse (KNA)
Erzbischof Heiner Koch / © Christoph Busse ( KNA )
Quelle:
KNA