Gedenken an Rudi Assauer

"Wenn er hatte, hat er gegeben"

Zu Ehren des langjährigen Fußballmanagers Rudi Assauer gibt es am Freitag in der Propsteikirche Sankt Urbanus in Gelsenkirchen-Buer eine ökumenische Gedenkstunde. Die Trauerpredigt will Assauer-Weggefährte Pfarrer Jochen Dohm halten.

Schalker Clublegende Rudi Assauer starb im Alter von 74 Jahren / © Roland Weihrauch (dpa)
Schalker Clublegende Rudi Assauer starb im Alter von 74 Jahren / © Roland Weihrauch ( dpa )

Dohm ist der evangelische Schalke-Pfarrer und möchte den Fußballfunktionär als Menschen hervorheben, wie er der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) sagte. "Wir müssen versuchen, ihn mit seinen Begabungen zu sehen." Assauer sei ein empathischer und sozialer Mensch gewesen. "Wenn er hatte, hat er gegeben", so der Pfarrer. 

Der Manager selbst sei lange mit der Kirche verbunden gewesen und habe sich an Kirchensanierungen finanziell beteiligt, betonte Dohm. Er sei evangelisch gewesen, aber dann aus der Kirche ausgetreten. Dohm bezeichnete Assauer als "sensiblen Typen", der etwa im Umgang mit einem krebskranken Kind seine emotionale Seite gezeigt habe. Auch mit seiner Alzheimererkrankung sei der Schalke-Boss offen und ehrlich umgegangen. Das sei "einfach seine Natur" gewesen. Von katholischer Seite wird Pfarrer Markus Pottbäcker gemeinsam mit Dohm den geistlichen Part der Trauerfeier zelebrieren.

Am Freitag beginnt die Trauerfeier in der Propsteikirche um 11 Uhr. Die gesamten Feierlichkeiten sind außerdem live auf dem Videowürfel in der Veltins-Arena zu sehen. Einlass dort ist um 10 Uhr. Nach der Trauerfeier gibt es für alle kostenlos Bratwurst und Bier. Neben Schalke-Vertretern und Fans haben auch Repräsentanten von Borussia Dortmund und Werder Bremen ihr Kommen zugesagt.

Assauer war am 6. Februar im Alter von 74 Jahren in seiner Heimstadt Herten an den Folgen seiner Alzheimer-Erkrankung gestorben. Seine letzte Ruhe fand er bereits am Dienstag in einem Bestattungswald in der Nähe seines Wohnorts.

Quelle:
KNA