Katholikenkomitee-Präsidentin fordert Reformen in Kirche

"Geburtsfehler" auf Synodalem Weg

Die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Irme Stetter-Karp, hält Reformen für eine Existenzfrage der katholischen Kirche. Konkret sprach sie sich dafür aus, Frauen den Zugang zu Weiheämtern zu öffnen.

Irme Stetter-Karp / © Harald Oppitz (KNA)
Irme Stetter-Karp / © Harald Oppitz ( KNA )

Bei über 200.000 Kirchenaustritten pro Jahr sei es "offensichtlich", dass Reform- und Kommunikationsverweigerung keinen Weg in die Zukunft wiesen, sagte Stetter-Karp im Interview der Woche, das der Deutschlandfunk am zweiten Weihnachtsfeiertag ausstrahlt.

Auf die Frage, ob geweihte Männer in einem anderen, höheren Daseinsstand seien, antwortete sie: "Das glaube ich nicht."

"Geburtsfehler" auf Synodalem Weg

Bei dem von den Bischöfen und dem ZdK initiierten Synodalen Weg zur Zukunft der Kirche in Deutschland erwartet die ZdK-Präsidentin kontroverse Debatten. "Es wird nicht möglich sein, zu jeder Situation zu sagen, ja, wunderbar, bleiben wir doch zusammen, egal, wie die Inhalte ausgehen." Als "Geburtsfehler" bezeichnete Stetter-Karp die Tatsache, dass jeder Beschluss auch mit Zwei-Drittel-Mehrheit der Bischöfe gefasst werden muss und nicht das Mehrheitsvotum des Plenums ausreicht.

Beim Thema Aufarbeitung sexualisierter Gewalt plädiert die ZdK-Präsidentin für ein von der Kirche unabhängiges Verfahren. "Ich glaube nicht, dass es ausreicht, wie derzeit die Aufarbeitung organisiert ist."

Quelle:
KNA