Kirche in Mexiko ruft zu Protestmarsch gegen Abtreibung auf

"Für die Frau und das Leben"

Die katholische Kirche in Mexiko hat zu einem Protestmarsch gegen Abtreibung aufgerufen. Der Marsch soll gegen eine Gerichtsentscheidung zur Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen in Mexiko-Stadt stattfinden.

Eine Frau mit einem Schwangerschaftstest / © Vera Petrunina (shutterstock)
Eine Frau mit einem Schwangerschaftstest / © Vera Petrunina ( shutterstock )

Die katholische Kirche in Mexiko hat zu einem Protestmarsch "für die Frau und das Leben" aufgerufen. Wie die Diözese Chilpancingo-Chilapa mitteilte, soll der Marsch gegen eine Gerichtsentscheidung zur Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen am 3. Oktober in Mexiko-Stadt stattfinden.

Absolutes Abtreibungsverbot verfassungswidrig

Zuletzt hatte der Oberste Gerichtshof ein absolutes Abtreibungsverbot im nordmexikanischen Bundesstaat Coahuila für verfassungswidrig erklärt. Das Gericht argumentierte einstimmig, das Recht von Frauen auf reproduktive Selbstbestimmung sei höher zu bewerten als der Schutz des Fötus. Die Entscheidung sei ein Schritt im historischen Kampf für Gleichberechtigung, die Würde und Rechte von Frauen, so der Gerichtsvorsitzende Arturo Zaldivar.

Abtreibung bis zur zwölften Schwangerschaftswoche

Bislang sind Abtreibungen in Mexiko nur in der Hauptstadt sowie in den Bundesstaaten Oaxaca, Veracruz und Hidalgo bis zur zwölften Schwangerschaftswoche erlaubt. In allen anderen Bundesstaaten sind sie nur im Fall von Vergewaltigung gestattet. In Lateinamerika sind Abtreibungen in Argentinien, Uruguay, Kuba, Guyana und Französisch-Guayana straffrei, in den anderen Ländern nur in Ausnahmefällen erlaubt.

Quelle:
KNA