US-Kardinal setzt sich für inhaftierte kubanische Demonstranten ein

Freiheit für friedliche Sozialkritiker

Nach den Sozialprotesten in Kuba im Juli sitzen offenbar noch immer mehr als 400 Menschen im Gefängnis. Der US-amerikanische Kardinal Patrick O´Malley hat jetzt bei einem Treffen mit Präsident Miguel Diaz-Canel deren Freilassung gefordert. 

Proteste in Kuba / © Ramon Espinosa/AP (dpa)
Proteste in Kuba / © Ramon Espinosa/AP ( dpa )

US-Kardinal Sean Patrick O'Malley hat sich bei einem Treffen mit Kubas Präsident für die Freilassung der im Umfeld der Sozialproteste im Juli verhafteten gewaltfreien Demonstranten eingesetzt. Das berichtete der Erzbischof von Boston in seinem Blog.

Mehr humanitäre Hilfe

Zugleich habe sich O'Malley dafür stark gemacht, dass die katholischen Hilfswerke wie die Caritas oder "Catholic Relief Services" mehr humanitäre Hilfe leisten können.

Offenbar noch hunderte Inhaftierte

O'Malley hatte den kubanischen Präsidenten Miguel Diaz-Canel vorige Woche getroffen, sich aber zunächst nicht zu den Gesprächen geäußert. Nach Erkenntnissen der Nichtregierungsorganisation Cubalex wurden seit den Protesten im Juli fast 1.000 Menschen verhaftet, 437 seien nach wie vor im Gefängnis.

Quelle:
KNA
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