Startschuss für Renovierung der Dormitio-Abtei

Finanzielle Förderung vom Bund

Die deutschsprachige Benediktinerabtei Dormitio auf dem Jerusalemer Zionsberg soll in den kommenden Jahren umfassend renoviert werden. Das Außenministerium des Bundes hatte zuvor vier Millionen Euro an Zuschüssen zugesagt.

Die Dormitio-Abtei auf dem Jerusalemer Zionsberg / © Debbie Hill (epd)
Die Dormitio-Abtei auf dem Jerusalemer Zionsberg / © Debbie Hill ( epd )

"In einem ersten Schritt werden bis 2022 Kloster und Basilika erneuert, in einem zweiten Schritt soll das zur Abtei gehörende Studienhaus Beit Josef folgen", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Abtei und des Auswärtigen Amtes in Berlin.

Eigentümer der Dormitio-Abtei ist der Deutsche Verein vom Heiligen Lande (DVHL). Er engagiert sich seit mehr als 160 Jahren vor dem Hintergrund des interreligiösen Dialogs und friedenspolitischen Engagements für die Menschen im Nahen Osten. Im Spannungsfeld von Judentum, Christentum und Islam steht er für Verständigung, Versöhnung und Frieden. Präsident des Vereins ist der Erzbischof von Köln.

Die Kosten für das Sanierungsvorhaben belaufen sich auf insgesamt rund fünf Millionen Euro. Die Sanierung der Abtei wurde von den Regierungsparteien im Koalitionsvertrag von 2018 verankert. Es handelt sich um die erste bauliche Sanierung der Abtei seit ihrer Errichtung zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Wichtiger ökumenischer Begegnungsort

Die Abtei sei durch ihre einzigartige Lage ein wichtiger ökumenischer Begegnungsort und Forum interreligiösen Dialogs, sagte die Staatsministerin für internationale Kulturpolitik Michelle Müntefering laut Mitteilung. Mit der Renovierung wolle man ermöglichen, dass das als Grundlage für Verständigung und Frieden wichtige Gespräch auch künftig möglich ist.

Der Abt der Dormitio-Abtei, Bernhard Maria Alter, erinnerte daran, dass die Benediktiner seit über 100 Jahren auf dem Zionsberg beten und arbeiten. "Wir freuen uns, dass dieser Ort, der Ziel fast aller Heilig-Land-Pilger ist und von den Besuchern als Heiligtum wahrgenommen wird, schöner werden wird und durch räumliche Verbesserungen noch mehr dem ökumenischen und interreligiösen Dialog dienen darf."

Quelle:
KNA