FIFA-Skandal erreicht DFB

 (DR)

Joseph Blatter, Michel Platini und nun der deutsche Fußball: In den schier endlosen Korruptionsskandalen um die FIFA muss sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gegen den massiven Vorwurf wehren, die WM 2006 gekauft zu haben. Für den Zuschlag soll nach einem unbestätigten Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" Geld aus einer schwarzen Kasse des Bewerbungskomitees geflossen sein. Wie das Nachrichtenmagazin am Freitag ohne Nennung von Quellen berichtet, sollen vier entscheidende Stimmen aus dem FIFA-Exekutivkomitee gekauft worden sein. Der DFB wies diese Darstellung als haltlos zurück und behielt sich rechtliche Schritte vor. Durch den hochbrisanten Bericht stehen der größte Sportfachverband der Welt, dessen Präsident Wolfgang Niersbach und auch Franz Beckenbauer, die bisher als Ratgeber und Nothelfer für den internationalen Fußball galten, plötzlich selbst im Fokus. (dpa)