Aus Brüssel wurde die Operation Nautilus als die wichtigste Maßnahme gegen das Flüchtlingsproblem in diesem Jahr angekündigt. Doch Menschenrechtler und Flüchtlingsverbände sind skeptisch.
Europa muss seine Entwicklungspolitik völlig neu strukturieren, meint Rupert Neudeck, Gründer der Flüchtlingsorganisation Cap Anamur. Gegen Flüchtlinge kann man nicht mit Task-Forces oder hohen Zäunen vorgehen.
Ansatz einer neuen Strategie könnte ein spanisches Projekt sein. Spanien plant, die illegale Einwanderung nach Europa gemeinsam mit Senegal zu verhindern. Das Land baut Ausbildungsstätten im Senegal selbst. Dort werden die afrikanischen Einwanderer auf ihre Arbeit in Europa zum Beispiel auf dem Bau oder in der Gaststätte vorbereitet.
Denn, und das ist die Kehrseite der Medaille, viel Mittelmeerländer brauchen die billigen Arbeitskräfte aus Afrika.
Europa will das Flüchtlingsproblem in Afrika lösen
Operation "Nautilus" hat begonnen
Heute hat auf dem Mittelmeer die Operation "Nautilus" begonnen. An der Grenze der libyschen Hoheitsgewässer sollen Flüchtlingsboote frühzeitig aufgespürt und zurückgedrängt werden. Damit will die EU die Flüchtlinge vor dem Ertrinken retten und gegen Menschenschlepper vorgehen. "Das ist ein Verstoß gegen die internationale Flüchtlingskonvention", sagt Wolfgang Grenz, Asyl-Experte bei amnesty im domradio-Interview.
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