Erzbischof Koch: Kathedralumbau soll Gemeinschaft der Gläubigen stärken

 (DR)

Erzbischof Heiner Koch sieht im Umbau der Sankt-Hedwigs-Kathedrale ein zentrales theologisches Projekt des Erzbistums Berlin. "Christus ist die Mitte unseres Lebens", erklärt er in seinem Fastenhirtenbrief: "Deshalb wird der Altar, der Christus darstellt, in der Mitte unserer Kathedrale stehen." Die Gemeinde könne sich dann in konzentrischen Kreisen um den Altar versammeln. Im Rahmen der geplanten Umgestaltung soll die Bodenöffnung im Zentrum des Gotteshauses mit Freitreppe zur Unterkirche geschlossen werden.Dafür erteilte Berlins oberste Denkmalschutzbehörde die Genehmigung.

Koch hebt die Bedeutung der Gemeinschaft für die Kirche hervor. "Die Isolierung und Vereinzelung ist eine der großen Gefährdungen für die Christen in unserem Land", warnt der Erzbischof. Den Zusammenhalt in der Kirche stärken solle deshalb auch das geplante Institut für Katholische Theologie an der Berliner Humboldt-Universität. Er hoffe, dass dort "im Gespräch mit anderen wissenschaftlichen Richtungen, Religionen und Weltanschauungen der katholische Glaube bedacht und bereichert wird". Auch solle das Institut einen Ausbildungsplatz "nicht zuletzt für die Religionslehrerinnen und Religionslehrer" bieten. (kna/Stand 16.02.2018)