Erste Kerze am Chanukka-Leuchter am Brandenburger Tor wird angezündet

Erinnerung an Sieg des jüdischen Volkes

Seit 20 Jahren ist der zehn Meter hohe Chanukka-Leuchter vor dem Brandenburger Tor in Berlin Tradition. An diesem Sonntag um 17.30 Uhr soll die diesjährige erste Kerze des Leuchters mit Julia Klöckner als Ehrengast entzündet werden.

Rabbiner Yehuda Teichtal (auf der Hebebühne M), Vorsitzender des Chabad Jüdischen Bildungszentrums, und Rabbiner Shmuel Segal (auf der Hebenühne r), Programmdirektor des Chabad Jüdischen Bildungszentrums, weihen den Chanukka-Leuchter am Brandenburger Tor ein. / © Christoph Soeder (dpa)
Rabbiner Yehuda Teichtal (auf der Hebebühne M), Vorsitzender des Chabad Jüdischen Bildungszentrums, und Rabbiner Shmuel Segal (auf der Hebenühne r), Programmdirektor des Chabad Jüdischen Bildungszentrums, weihen den Chanukka-Leuchter am Brandenburger Tor ein. / © Christoph Soeder ( dpa )

Das zentrale Lichterzünden ist dann am Mittwoch mit Bundestagspräsidentin Julia Klöckner als Ehrengast geplant, wie die Jüdische Gemeinde Chabad Berlin ankündigte. 

Für das musikalische Rahmenprogramm sorge Pianist Igor Levit. Während des gesamten jüdischen Lichterfestes wird der Leuchter täglich entzündet. In Berlin gibt es den Angaben zufolge dieses Jahr 55 Chanukka-Leuchter an öffentlichen Plätzen und prominenten Standorten.

55 Chanukka-Leuchter an öffentlichen Plätzen 

Chanukka beginnt in diesem Jahr am Sonntagabend und endet am 22. Dezember. Das Fest erinnert an die Wiedereinweihung des zweiten jüdischen Tempels 164 vor Christus in Jerusalem und an den Sieg des jüdischen Volkes über die Besatzer. 

In Erinnerung an dieses Wunder wird in Häusern und Synagogen während des Lichterfestes jeden Abend eine neue Kerze am neunarmigen Chanukka-Leuchter entzündet. Die neunte Kerze heißt "Schamasch" (Diener) und wird zum Anzünden der anderen Lichter verwendet.

Chanukka

Kerzen, Kreisel, Reibekuchen und ein "Diener": Sie gehören untrennbar zum jüdischen Lichterfest Chanukka. 

Von Sonnenuntergang bis Mitternacht, solange Kerzen brennen, wird gesungen und gespielt. Beliebt ist das Trendl- oder Dreidelspiel mit einem vierseitigen Kreisel, der vier hebräische Schriftzeichen trägt. Sie ergeben den Spruch: "Ein großes Wunder geschah hier." Überdies werden Kinder beschenkt, und es gibt besondere Speisen wie Latkes, eine Art Reibekuchen, und Sufganiot, in Öl gebackenes Spritzgebäck.

Chanukka-Leuchter in Berlin (dpa)
Chanukka-Leuchter in Berlin / ( dpa )
Quelle:
KNA