Kinderschutzbund wirft Politik Konzeptionslosigkeit vor

Eine "Bankrotterklärung"

Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, wirft der Politik Konzeptionslosigkeit im Blick auf Schulen und Kitas in der Corona-Pandemie vor. Die Diskussion um gesicherten Regelbetrieb sei seit dem Sommer kein Stück weitergekommen.

Schule oder nicht? Viele Eltern und Kinder sind verunsichert / © Rolf Vennenbernd (dpa)
Schule oder nicht? Viele Eltern und Kinder sind verunsichert / © Rolf Vennenbernd ( dpa )

Das sagte Hilgers dem Redaktionsnetzwerk Deutschland am Montag. "Besonders die Schulen brauchen aber ein Gesamtkonzept, das über das Hangeln von Feiertag zu Feiertag hinausgeht."

Letzte Chance für mehr Klarheit?

"Die Bundesregierung und die Kultusministerinnen und -minister der Länder haben jetzt die letztmalige Chance, für mehr Klarheit zu sorgen", sagte Hilgers im Blick auf ein Treffen der Kultusminister an diesem Montag und die Bund-Länder-Beratungen am Dienstag. "Wenn wir das Vertrauen in die Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung nicht zerstören wollen, brauchen wir einen Plan."

Er empfinde es als "Bankrotterklärung", wenn Eltern in der Pandemie zum Teil an einem Sonntagabend erfahren hätten, dass die Kinder am nächsten Tag zu Hause bleiben sollten, erklärte Hilgers. "Das verunsichert Kinder und Eltern." Vorschläge zur Lösung der Probleme lägen zur Genüge auf dem Tisch, es mangele aber an Entschlossenheit zur Umsetzung.

Heinz Hilgers / © Markus Scholz (dpa)
Heinz Hilgers / © Markus Scholz ( dpa )
Quelle:
epd