Katholischer Verband ND feiert 100-Jahr-Jubiläum

Ein neues, besseres, christliches Deutschland

Ein Netzwerk von 4.000 Christen: Vor 100 Jahren gründete sich der katholische Verband ND auf Initiative des Kölner Kardinals Felix von Hartmann. Vom 22. bis 27. April April findet in Köln eine Festwoche statt. 

ND - ein Netzwerk von rund 4.000 Christen (Symbolbild) / © Markus Nowak (KNA)
ND - ein Netzwerk von rund 4.000 Christen (Symbolbild) / © Markus Nowak ( KNA )

Der katholische Verband ND feiert sein 100-Jahr-Jubiläum. Zu einer Festwoche vom 22. bis 27. April werden rund 900 Teilnehmer erwartet, wie der Zusammenschluss in Köln mitteilte. Am eigentlichen Jubiläumstag am 26. April feiert der emeritierte Kurienkardinal Walter Kasper einen Festgottesdienst im Kölner Dom.

Zum anschließenden Festakt im Kölner Gürzenich werden unter anderen der frühere Ministerpräsident Bernhard Vogel und der ehemalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer (beide CDU) erwartet.

Ehemals als "Bund Neudeutschland" und Verband der katholischen Jugendbewegung nach dem Ersten Weltkrieg gegründet, ist der ND heute ein Netzwerk von rund 4.000 Christen. Ziel ist es nach eigenen Angaben, Glaube, Kirche und Welt zusammenzubringen und zeitgemäße Positionen zu Themen wie Familie, Klimawandel, Neurowissenschaften, Mystik, Globalisierung, Sterbehilfe, Demokratie oder Digitalisierung zu formulieren.

"Christsein.Heute" lautet das programmatische Motto des Kongresses mit zahlreichen Arbeitskreisen und Podiumsgesprächen, wie es hieß.

Zu den Referenten gehören neben Vogel und Töpfer der Jesuit Klaus Mertes, der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, der Präsident des Wuppertal-Instituts für Klima, Umwelt, Energie, Uwe Schneidewind, die Sozialethiker Dietmar Mieth und Marianne Heimbach-Steins, der Pastoraltheologe Ottmar Fuchs sowie der Moraltheologe Eberhard Schockenhoff.

Mitwirkung an einem neuen, besseren und christlichen Deutschland

"Ein solches Jubiläum, das wir in großer Dankbarkeit und mit Würdigung unserer wechselhaften Geschichte unter immer neuen politischen Vorzeichen begehen, ist vor allem auch Anlass, nach vorne zu schauen", betonte ND-Leiterin Claudia Lücking-Michel. "Trotz unseres 100. Geburtstages sind wir ein junger Verband, in dem kritische Köpfe gerade auch aus der jungen Generation konstruktiv die gesellschaftlichen und kirchlichen Veränderungsprozesse begleiten."

Der einstige "Bund Neudeutschland" wurde 1919 auf Anregung des Kölner Kardinals Felix von Hartmann von Jesuiten als Schülerverband gegründet. Im Namen "Neudeutschland" sollte zum Ausdruck kommen, dass der Zusammenschluss an einem neuen, besseren, christlichen Deutschland mitwirken wollte.

Die Mitglieder begehrten in der "Jugendbewegung" gegen alte Autoritäten auf und wählten ihre Leiter aus den eigenen jugendlichen Reihen, statt auf bewährte lehrende, militärische oder geistliche Herren zu setzen. Mittlerweile nennt sich der Verband abgekürzt ND. Ihm gehören namhafte Publizisten, Politiker, Theologen und Bischöfe an.

Quelle:
KNA