Franziskus ermutigt Diabetes-Betroffene und Klimaschützer

Ein Gebet für alle Diabetiker

Beim Angelusgebet hat Papst Franziskus zum Weltdiabetestag für alle Zuckerkranken und deren Pflegepersonal gebetet. In seiner Ansprache rief außerdem politisch und wirtschaftlich Verantwortliche zum Handeln gegen die Klimakrise auf.

Papst Franziskus (Archiv) / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Papst Franziskus (Archiv) / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

Zum Weltdiabetestag am Sonntag hat Papst Franziskus an alle Betroffenen erinnert. Er sei in Gedanken bei allen, die unter dieser chronischen Kranken litten, darunter bekanntlich viele Kinder, sagte das Kirchenoberhaupt beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz. Er denke auch an die Pfleger und die Gesundheitseinrichtungen, die sich um Diabetiker kümmerten, so Franziskus weiter.

Der 14. November ist der Geburtstag des Kanadiers Frederick Banting (1891-1941), der 1921 das lebenswichtige Hormon Insulin entdeckte. Seit 1991 wird an diesem Tag auf die steigende Verbreitung des Diabetes mellitus aufmerksam gemacht.

Nach Angaben der Internationalen Diabetiker Föderation leben weltweit etwa 470 Millionen Menschen mit der sogenannten Zuckerkrankheit (Stand 2019). Bis 2045 dürfte sich diese Zahl nahezu verdoppeln. Allein 2019 starben weltweit rund 4,2 Millionen Menschen an den Folgen der Erkrankung, die als Typ 1 meist im Kindesalter und als Typ 2 tendenziell später auftritt.

Papst: Klima-Beschlüsse zügig umsetzen

Papst Franziskus hat nach Abschluss des UN-Klimagipfels COP26 in Glasgow zum sofortigen Handeln aufgerufen. Er ermutige alle politisch und wirtschaftlich Verantwortlichen mutig die Beschlüsse umzusetzen, sagte das Kirchenoberhaupt auf dem Petersplatz. Zugleich forderte er jeden Einzelnen auf, sich um den Klimaschutz und das "gemeinsame Haus" zu kümmern - insbesondere mit Blick auf die Armen und Bedürftigsten.

Mehr als 20.000 Delegierte - vor Ort und digital - hatten vom 31. Oktober bis 13. November in Glasgow über die weitere Umsetzung des Pariser Klimaabkommens von 2015 diskutiert. Die Ergebnisse des bereits verlängerten Klimagipfels blieben dann aus Sicht von Nichtregierungsorganisationen enttäuschend. So wurde aus dem geplanten Ausstieg aus der Kohle aller Staaten kurz vor Schluss - ohne weitere Aussprache - nur ein Reduzieren der Kohlekraft.

Papst Franziskus hatte sich mehrfach in die Debatte rund um den Klimagipfel eingebracht und vor einer "unbewohnbaren Welt" sowie der davonlaufenden Zeit gewarnt. Darüber hinaus war eine vatikanische Delegation nach Glasgow gereist. Auch hatte Franziskus mit rund 40 Religionsführern dem Präsidenten der UN-Klimakonferenz COP26, Alok Sharma, einen Klimaappell überreicht. Darin forderten die Unterzeichner, die bereits vereinbarte Begrenzung des Temperaturanstiegs auf 1,5 Grad Celsius schnellstmöglich umzusetzen.

Nur die Worte Gottes bleiben

Papst Franziskus hat an die Vergänglichkeit aller Dinge erinnert. Nur die Worte Gottes blieben, sagte das Kirchenoberhaupt. Daher sei es weise, sein Leben auf dieses feste Fundament zu bauen. Und auch das Gute vergehe nicht, so Franziskus weiter.

Der Pontifex empfahl bei wichtigen Entscheidungen sich stets vorzustellen, dass man bereits vor Jesus stehe, an der Schwelle zur Ewigkeit. Mit diesem Blick solle die Entscheidung für heute getroffen werden. Das sei nicht der einfachste, aber der gute Weg.

Quelle:
KNA
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