Drohnenabsturz am Aachener Dom wird teuer für Piloten

Nicht genehmigter Flug

Ein Drohnenflug endete im Dezember am Aachener Dom mit einem Absturz am Turmkreuz. Die Bergung nach dem nicht genehmigten Flug in 70 Metern Höhe war aufwendig. Die Rechnung für den Piloten beläuft sich auf mehrere tausend Euro.

Der Aachener Dom vor grauem Wolkenhimmel / © Julia Steinbrecht (KNA)
Der Aachener Dom vor grauem Wolkenhimmel / © Julia Steinbrecht ( KNA )

Der Absturz einer Drohne am Aachener Dom im Dezember hat die Beteiligten nicht nur Nerven gekostet, sondern für den Piloten auch finanzielle Folgen. "Die Kosten für Personaleinsatz, den Einsatz des Dachdeckers und die Anlieferung des Krans liegen bei etwa 4.000 Euro", sagte eine Sprecherin der Kathedrale der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Donnerstag. Da sich der Pilot unmittelbar bei den Verantwortlichen gemeldet habe, hätten die Rechnungen an seine Versicherungen weitergeleitet werden können.

Nicht genehmigter Flug

Am vierten Adventswochenende war eine Drohne gegen das Turmkreuz der Kathedrale geprallt. Der Flug sei nicht genehmigt gewesen, sagte Dombaumeister Jan Richarz. Der Vorfall habe den Betrieb am Dom erheblich beeinträchtigt: Eine Kölner Spezialfirma habe mit ihrem Gerät die Drohne in rund 70 Metern Höhe nicht bergen können. In der Folge musste ein Dachdecker und Höhenkletterer das Flugobjekt entfernen.

Testaufnahmen mithilfe von Drohnen am Kölner Dom / © Northdocks GmbH, Patrick Reschke (Dombauhütte Köln)
Testaufnahmen mithilfe von Drohnen am Kölner Dom / © Northdocks GmbH, Patrick Reschke ( Dombauhütte Köln )

Für Drohnenflüge rund um den Aachener Dom gelten strenge Vorgaben. Flüge müssen vorab per E-Mail angemeldet werden. Während des Betriebs ist ein Mindestabstand von zehn Metern zur Kathedrale einzuhalten. Das Überfliegen des Westturms sowie der Brücken des Doms ist grundsätzlich untersagt.

Bistum Aachen

Das Bistum Aachen mit einer Fläche von 4.022 qkm liegt im Westen von Deutschland. Es erstreckt sich von der Nordeifel (Mechernich, Schleiden) bis zum Niederrhein (Krefeld). Die angrenzenden Diözesen sind Köln, Münster, Essen, Trier, Lüttich (Belgien) und Roermond (Niederlande).

Das Bistum Aachen umfasst insgesamt 57 Kommunen. In den drei Großstädten Aachen, Mönchengladbach und Krefeld lebt allein ein Drittel der Katholikinnen und Katholiken, die anderen in den 54 weiteren Kommunen.

Die Spitze des Aachener Doms / © Elisabeth Schomaker (KNA)
Die Spitze des Aachener Doms / © Elisabeth Schomaker ( KNA )
Quelle:
KNA