"Es gibt eine prinzipielle Ablehnung von Behinderung, Krankheit und Alter als Erscheinungsform", so Peter Radtke, der seit seiner Geburt an der Glasknochenkrankheit leidet. Der in München lebende Autor und Schauspieler, der Mitglied im Deutschen Ethikrat ist, plädiert für ein Umdenken: "Wir müssen weg kommen vom Schachteldenken: Hier die Guten, dort die Schlechten. Wir brauchen aber kein neues Menschenbild, denn es hat schon mal ein Menschenbild gegeben, das all das verkörpert hat, was wir zu suchen bemüht sind. Ich meine Jesus Christus." In Christus selber spiegele sich, so Radtke, die Verschiedenheit der Menschen wieder: schwarz, weiß, arm, behindert oder scheinbar nicht behindert. Und in allen Menschen trete uns Christus entgegen.
Peter Radtke hielt seinen Vortrag im Rahmen der Feierlichkeiten des 50-jährigen Bestehens des Malteser-Hilfsdienstes im November 2013 in Fulda.