Es war ein innerdeutsches Geschäft Mensch gegen Ware, dessen Details jahrzehntelang wohl behütet waren: der Häftlingsfreikauf aus der DDR durch die Bundesrepublik. Von 1963 bis 1989 kaufte die Bundesregierung mehr als 33.000 politische Häftlinge aus DDR-Gefängnissen frei. Im Gegenzug erhielt das SED-Regime Waren im Wert von rund drei Milliarden DM. Das Ministerium für Staatssicherheit war für diese sogenannte "Übersiedlung aus dem Strafvollzug" verantwortlich.
Dr. Jan Philipp Wölbern hielt seinen Vortrag im Oktober 2014 im Bonifatiushaus in Fulda.