Er sei praktizierender Christ, gehe regelmäßig in einer kroatischen Gemeinde in Dortmund zum Gottesdienst und zur Beichte und bekreuzige sich vor dem Essen, so Kovač im "Bild"-Podcast.
Geprägt wurde Kovač auch durch seine Herkunft. Als Sohn kroatischer Einwanderer wuchs er im Berliner Arbeiterbezirk Wedding auf und besuchte als Kind den Religionsunterricht. Seine Eltern, die Anfang der 1970er-Jahre nach Deutschland kamen, hätten sich "alles hart erarbeiten" müssen. "Im Grunde hatten wir fast nichts", sagte der 54-Jährige rückblickend über die Zeit in einer kleinen Wohnung mit seiner Familie.
Glaube an Leben nach dem Tod
Auch an ein Leben nach dem Tod glaube der Trainer von Borussia Dortmund. "Ich glaube, dass wir alle eine Bestimmung haben und das Leben nach dem Tod weitergeht", sagte er. In schwierigen Momenten vertraue er darauf, dass Gott ihm nur das auferlege, "was ich schultern kann" - "Und wenn es ein bisschen mehr wird, dann weiß ich, er ist trotzdem da."
Zudem erinnerte Kovač an den früheren Trainer Giovanni Trapattoni, der stets ein kleines Weihwasserfläschchen bei sich getragen habe. Das habe ihn selbst dazu gebracht, regelmäßig einen Rosenkranz oder eine Medaille mitzunehmen. Beim Pokalsieg 2018 mit Eintracht Frankfurt habe ihm ein Armband "Schutz und irgendwo auch die Kraft, Stärke und den Glauben" gegeben, die Situation zu meistern.