Ditib organisiert Synagogenbesuch für Theologie-Studenten mit

"Zeichen für interreligiöse Partnerschaft"

Muslimische Theologiestudenten aus Münster haben die örtliche jüdische Synagoge besucht. Wie der deutsch-türkische Moscheeverband Ditib mitteilte, erhielten sie dort einen Einblick in die Geschichte der Gemeinde und die Glaubensgrundsätze der jüdischen Religion.

Ditib-Generalsekretär Bekir Alboga / © Can Merey (dpa)
Ditib-Generalsekretär Bekir Alboga / © Can Merey ( dpa )

Das Treffen sei von Ditib-Generalsekretär Bekir Alboga und dem Geschäftsführenden Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde, Sharon Fehr, organisiert worden, so der deutsch-türkische Moscheeverband Ditib. Alboga bietet am Zentrum für Islamische Theologie (ZIT) der Universität Münster Lehrveranstaltungen zum Thema interreligiöser Dialog an.

Ängste und Vorurteile abbauen

Vorige Woche hatten Medien berichtet, dass einzelne Ditib-Gemeinden Hassparolen in türkischer Sprache ins Internet gestellt hatten. Alboga sprach nach dem Synagogenbesuch der Studenten von einem "Zeichen für eine neue interreligiöse Partnerschaft". Fehr betonte laut Ditib, dass der Austausch auf Augenhöhe und mit größtem Respekt stattgefunden habe und ein guter Anfang sei, um beiderseitige Ängste und Vorurteile abzubauen.

Alboga kündigte an, dass es auch zwischen Ditib-Moscheegemeinde und jüdischer Gemeinde in Münster einen Dialog geben solle. Zudem verwies er auf einen von ihm geleiteten Besuch muslimischer Theologiestudenten der Goethe-Universität Frankfurt in der örtlichen jüdischen Gemeinde im Sommer 2016.

Quelle:
KNA