Vatikan veröffentlicht Anweisung

Christliche Taufformel darf nicht verändert werden

Die Taufformel in der katholischen Kirche darf vom Taufspender nicht verändert werden, sonst wird sie ungültig. Darauf weist die Römische Glaubenskongregation in einer Note hin, die der Vatikan am Donnerstag veröffentlichte.

Symbolbild: Taufe / © Ruslan Lytvyn (shutterstock)

Das Sakrament darf demnach nur gespendet werden mit den Worten: "Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes". Dabei muss das Kreuzzeichen gemacht werden und der Täufling mit Wasser übergossen werden.

Eine veränderte Formel wie etwa "Wir taufen dich im Namen ..." sei nicht gültig, heißt es in der lehrmäßigen Note. Anlass war eine Anfrage aus einer Diözese. Personen, die mit solchen Formulierungen getauft wurden, müssten "in forma absoluta" getauft werden. Das heißt: Die Zeremonie wird wiederholt, das Sakrament allerdings erst dann tatsächlich gespendet, weil die erste Zeremonie ungültig war.

Papst Franziskus bestätigt Antwort

Papst Franziskus hat die Antwort der Glaubenskongregation bestätigt und sie mit der Veröffentlichung beauftragt. Zur Begründung verweist die Vatikanbehörde darauf, dass der Taufspender nicht im eigenen Namen handele, sondern im Namen von Jesus Christus. Dieser sei der eigentliche Taufspender. Demnach machen Änderungen "in schwerwiegendsten Fällen das Sakrament selbst ungültig, weil das Wesen der sakramentalen Handlung das treue Weitergeben des vom Herrn Empfangenen verlangt".

Es sei "eine alte Versuchung mit fragwürdigen Beweggründen pastoraler Natur", "die von der Tradition vorgegebene Formel durch andere Texte zu ersetzen, die für geeigneter erachtet werden", kritisiert die Behörde. Solche Tendenzen habe die Kirche schon früher zurückgewiesen, so etwa der Theologe Thomas von Aquin (1225-1274).

Quelle:
KNA