Caritas stellt Jahreskampagne 2013 vor

"Familie schaffen wir nur gemeinsam"

"Familie schaffen wir nur gemeinsam“ - so lautet das Motto der Caritas Jahreskampagne. Dabei will die Caritas in diesem Jahr auf die Situation von Familien in unserer Gesellschaft aufmerksam machen. Besonders stehen dabei Familien im Blickpunkt, die unter Druck stehen und Unterstützung brauchen.

 (DR)

Neben der gesellschaftlichen Perspektive fordert der Kölner Diözesan-Caritasverband auch die Politik zum Handeln auf, insbesondere beim Thema Elterngeld. Während nämlich Familien mit einem hohen Einkommen vom Elterngeld profitieren, erhalten Empfänger von Hartz-4 keinerlei zusätzliche Leistungen.

Motto in diesem Jahr: "Familie schaffen wir nur gemeinsam"

Mit Aktionen unter dem Motto "Familie schaffen wir nur gemeinsam" solle in den nächsten zwölf Monaten in NRW die grundlegende gesellschaftliche Bedeutung der Familie herausgestellt werden, sagte der Direktor des Caritasverbandes für das Erzbistum Paderborn, Josef Lüttig. "Wir wollen deutlich machen, dass die Gesellschaft ohne diese Ressource nicht leben kann. Familie ist beileibe kein Auslaufmodell." Familien seien "der erste und wichtigste Lernort der Solidarität und des menschlichen Miteinanders", betonte Lüttig. So stelle sie etwa den "größten Pflegedienst der Republik". Denn die überwiegende Mehrheit der Pflegebedürftigen würden nicht im Heim, sondern durch ihre Familien versorgt, in der Regel unterstützt durch ambulante Dienste. "Alles andere wäre auch von der besten Pflegeversicherung nicht bezahlbar", sagte der Caritasdirektor.

Familien benötigten dringend "Solidarität von außen", sagte auch Paderborns Caritasdirektor Lüttig. Die Menschen, die das Angebot von Caritas-Tafeln und Kleiderkammern nutzen, seien oft Alleinerziehende und kinderreiche Familien. Nach Angaben der Erziehungsberatungsstellen der Caritas würden psychische Erkrankungen und Burnout bei Eltern zunehmen, "mit allen negativen Folgen für die Kinder".

Der Münsteraner Diözesan-Caritasdirektor Heinz-Josef Kessmann kritisierte in dem Zusammenhang die geplanten Landeskürzungen im Bereich der Familienpflege. Er mahnte zudem vom Land und Kommunen mehr Augenmaß beim weiteren Ausbau des Betreuungsangebots für unter Dreijährige in Nordrhein-Westfalen an. "Hier darf es nicht nur um Betreuung, egal zu welchem Standard gehen, sondern im Sinne der Kinder ist die Tageseinrichtung gerade für unter Dreijährige eine wichtige Möglichkeit, Beeinträchtigungen frühzeitig zu erkennen und Bildungsbenachteiligungen abzubauen", sagte Kessmann.

Werbung - Internetspots und Plakataktionen

Der Caritasverband hat zur Familienkampagne Plakate mit dem Jahresmotto geschaltet. Außerdem sind Spots im Internet und in den Medien zu sehen, die ein Bewusstsein für die Problematik wecken und für die Arbeit des Verbandes werben sollen. Im vorigen Jahr stand die Caritas-Jahreskampagne unter dem Motto «Armut macht krank».


Quelle:
KNA , epd