Caritas-Hilfen für 6.200 Flutbetroffene im Erzbistum Köln

Katastrophe wirkt nach

Ein Jahr nach der Flutkatastrophe hat die Caritas im Erzbistum Köln bislang 6.200 Flutbetroffene mit insgesamt 4 Millionen Euro unterstützt. 1,6 Millionen Euro entfielen auf Soforthilfen, wie der katholische Sozialverband mitteilte.

Ahr bei Marienthal
 / © Harald Oppitz (KNA)
Ahr bei Marienthal / © Harald Oppitz ( KNA )

Weitere 2,4 Millionen Euro seien als Haushaltshilfen ausgezahlt worden. Mit diesen Geldern kaufen sich Betroffene zum Beispiel neue Möbel und Elektrogeräte.

Blick ins Flutgebiet nach der Hochwasserkatastrophe an der Ahr / © Julia Steinbrecht (KNA)
Blick ins Flutgebiet nach der Hochwasserkatastrophe an der Ahr / © Julia Steinbrecht ( KNA )

Laut Schätzungen der Caritas sind im Erzbistum Köln mehr als 60.000 Menschen von der Flut betroffen, vor allem im Kreis Euskirchen, im Rhein-Erft- und Rhein-Sieg-Kreis sowie in der Region Wuppertal-Solingen. "Je länger die Flutnacht zurückliegt, desto höher wird die Zahl derjenigen, die psychosoziale Beratung in Anspruch nehmen", so der Sozialverband. Die Caritas mache auch hier Angebote vor Ort.

Infrastruktur zum Teil immer noch beschädigt

Am 14. und 15. Juli vergangenen Jahres führte Starkregen zu Sturzfluten und Überschwemmungen in Teilen Westeuropas. In Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen starben rund 180 Menschen. Gebäude und Infrastruktur sind zum Teil bis heute schwer beschädigt.

Studie: Hochwasserkatastrophen durch Klimawandel wahrscheinlicher

Der Klimawandel erhöht laut einer Studie die Wahrscheinlichkeit extremer Regenfälle und damit von Hochwasserkatastrophen, wie sie im Juli in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen mindestens 180 Menschen das Leben gekostet haben. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Team von Wissenschaftlern unter anderem des Deutschen Wetterdiensts (DWD) in einer am 24. August veröffentlichten Untersuchung.

Die Flutkatastrophe im Sommer hat auch Kirchen und die kirchliche Arbeit getroffen / © Henning Schoon (KNA)
Die Flutkatastrophe im Sommer hat auch Kirchen und die kirchliche Arbeit getroffen / © Henning Schoon ( KNA )
Quelle:
KNA