Grünen-Vorsitzende und Kirche werben für Asyl-Reform

Blick auf die Flüchtlingspolitik

Die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock hat zusammen mit Kirchenvertretern eine zügige Reform der europäischen Flüchtlingspolitik angemahnt. Deutschland müsse dazu den Vorsitz der EU-Ratspräsidentschaft nutzen, sagte Baerbock. 

Flüchtlinge / © Procyk Radek  (shutterstock)

Alle Vorschläge dazu lägen vor. Die "Willigen", die sich zur Aufnahme von Flüchtlingen bereiterklärten, dürften sich nicht hinter den Ländern verstecken, die keine Geflüchteten aufnehmen wollen.

Kirche und Politik

Diakonie-Präsident Ulrich Lilie betonte, Flüchtlinge sollten an den EU-Außengrenzen registriert werden, eine befristete Aufenthaltserlaubnis erhalten und dann nach einem solidarischen Verfahren verteilt werden. Das Kriterium der Ersteinreise müsse endlich vom Tisch. Zugleich sollten Länder, die keine Flüchtlinge aufnehmen wollen, in einen Fonds einzahlen. Mit dem Geld könnten die Kommunen und Städte unterstützt werden, die sich in diesen Ländern zur Flüchtlingsaufnahme bereiterklären.

Der evangelische Berliner Bischof Christian Stäblein warb für eine Kultur in Deutschland, "die für eine Integration etwas übrig hat". Wenn Kirche nicht dafür stehe, brauche sie auch die kirchlichen Feste nicht zu feiern.

Annalena Baerbock / © Monika Skolimowska (dpa)
Annalena Baerbock / © Monika Skolimowska ( dpa )
Diakonie-Präsident Lilie / © Norbert Neetz (epd)
Diakonie-Präsident Lilie / © Norbert Neetz ( epd )
Der evangelische "Hauptstadtbischof" Christian Stäblein / ©  Jörg Carstensen (dpa)
Der evangelische "Hauptstadtbischof" Christian Stäblein / © Jörg Carstensen ( dpa )
Quelle:
KNA