Bischof Oster zu Missbrauch

"Mehr um geistlichen Missbrauch kümmern"

Der Passauer Bischof Stefan Oster hält das Thema geistlicher Missbrauch für dringlich in der katholischen Kirche. Es handle sich um "ein diffuses Feld, das uns einholen wird", so Oster. "Wir müssen da intensiver drangehen."

Symbolbild Missbrauch / © Harald Oppitz (KNA)
Symbolbild Missbrauch / © Harald Oppitz ( KNA )

Der Passauer Bischof Oster sprach bei der digitalen Herbstvollversammlung des Landeskomitees der Katholiken in Bayern. Zugleich warb Oster dafür, das schon Erreichte in der Aufarbeitung von Missbrauch in der Kirche stärker herauszustellen. Der Bischof verwies auf das von der Deutschen Bischofskonferenz beschlossene gemeinsame System deutlich erhöhter Zahlungen von Anerkennungsleistungen sowie die Errichtung unabhängiger Aufarbeitungskommissionen und Betroffenenbeiräte. "Da brauchen wir uns nicht zu verstecken", sagte Oster mit Blick auf andere gesellschaftliche Institutionen.

Als einen "Fortschritt", der medial aber nicht honoriert werde, bezeichnete er auch die von der Bischofskonferenz geschaffene gemeinsame Grundlage für die Führung von Personalakten.

 

Bischof Stefan Oster im Portrait / © Lukas Barth (KNA)
Bischof Stefan Oster im Portrait / © Lukas Barth ( KNA )
Quelle:
KNA