Bischof Bätzing warnt vor vorgeburtlicher Selektion

Jeder Mensch ist gewollt und geliebt

Zum "Marsch für das Leben" am kommenden Samstag hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, die Position der Kirche zum Lebensschutz bekräftigt. Gott lasse keinen Menschen zurück, erläuterte Bätzing.

"Marsch für das Leben" (Archiv) / © Gordon Welters (KNA)
"Marsch für das Leben" (Archiv) / © Gordon Welters ( KNA )
Bischof Georg Bätzing / © Julia Steinbrecht (KNA)
Bischof Georg Bätzing / © Julia Steinbrecht ( KNA )

"Christinnen und Christen müssen protestieren, wenn menschliches Leben 'Nützlichkeitserwägungen' unterzogen wird, sei es vor der Geburt oder am Lebensende", erklärte der Limburger Bischof am Dienstag in einem Grußwort zur Demonstration.

Bätzing wandte sich dabei insbesondere gegen die "vorgeburtliche Selektion", die er als eine für alle Christen "inakzeptable Maßnahme" bezeichnete. "Wir wissen nur zu gut, dass das menschliche Leben vielfältigen Gefährdungen ausgesetzt sein kann", so der Bischof weiter. "Für die Kirche ist es dabei Gewissheit, dass Gott keinen Menschen zurücklässt. Jeder Mensch ist von Gott um seiner selbst willen gewollt und geliebt."

4500 Teilnehmende erwartet

Der jährlich stattfindende "Marsch für das Leben" wird vom Bundesverband Lebensrecht (BVL) organisiert. Nach Angaben der Veranstalter ist es die bundesweit größte Demonstration für den Schutz des Lebens. Im vergangenen Jahr protestierten in Berlin rund 4.500 Teilnehmende aus ganz Deutschland gegen Abtreibung und aktive Sterbehilfe. 

Georg Bätzing

Georg Bätzing wurde am 13. April 1961 in Kirchen (Sieg) geboren und wuchs in Niederfischbach an der Sieg, der sogenannten Trierischen Insel im Westerwald (Kreis Altenkirchen), nicht weit von der Limburger Bistumsgrenze, auf. Er studierte Philosophie und Theologie an der Universität Trier und der Universität Freiburg.

Bischof Georg Bätzing / © Bert Bostelmann (KNA)
Bischof Georg Bätzing / © Bert Bostelmann ( KNA )
Quelle:
KNA