Bischöfe und Laien schreiben Preis gegen Rassismus aus

Erstmals gemeinsam

Die deutschen Bischöfe und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken schreiben erstmals gemeinsam den "Katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus" aus. Vorschläge können bis zum 30. November eingereicht werden.

Demonstration gegen Rassismus in Berlin / © Britta Pedersen (dpa)
Demonstration gegen Rassismus in Berlin / © Britta Pedersen ( dpa )

Die Preisverleihung soll am 14. Juni 2023 in Dresden stattfinden. Dotiert ist die Auszeichnung mit insgesamt 10.000 Euro, wie es am Freitag hieß.

Erzbischof Stefan Heße / © Lars Berg (KNA)
Erzbischof Stefan Heße / © Lars Berg ( KNA )

Ziel sei es, diejenigen zu stärken, "die sich jeden Tag für die Würde aller Menschen einsetzen", erklärte Flüchtlingsbischof Stefan Heße.

Rassismus sei Teil und Problem der Gesellschaft, "sowohl in seinen alltäglichen Ausprägungen, als auch in Form von Gewalt. Das können wir als Christen nicht hinnehmen", fügte der Hamburger Erzbischof hinzu.

2015 zum ersten Mal ausgelobt

"Viele Menschen treten aus christlicher Überzeugung für eine Gesellschaft ein, in der niemand herabgewürdigt oder angegriffen wird", so ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp. Sie freue sich "auf zahlreiche Bewerbungen als Zeugnis einer aktiven Zivilgesellschaft".

ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp / © Dieter Mayr (KNA)
ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp / © Dieter Mayr ( KNA )

Die Deutsche Bischofskonferenz hatte den Preis 2015 zum ersten Mal ausgelobt und seitdem viermal verliehen. Der Ständige Rat der Bischofskonferenz sowie der ZdK-Hauptausschuss votierten in diesem Jahr dafür, den Preis in eine gemeinsame Trägerschaft zu überführen.

Deutsche Bischofskonferenz

Die Deutsche Bischofskonferenz ist der Zusammenschluss der katholischen Bischöfe in Deutschland. Sie leiten als Ortsbischöfe eine der 27 Diözesen oder helfen als Weihbischöfe. Ebenfalls zur Konferenz gehören - auch wenn sie nicht Bischöfe sind - Diözesanadministratoren, die ein Bistum nach Rücktritt oder Tod eines Ortsbischofs übergangsweise verwalten; dies ist derzeit nicht der Fall.

Deutsche Bischöfe vor dem Eröffnungsgottesdienst der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) am 2. März 2020 im Mainzer Dom / © Harald Oppitz (KNA)
Deutsche Bischöfe vor dem Eröffnungsgottesdienst der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) am 2. März 2020 im Mainzer Dom / © Harald Oppitz ( KNA )
Quelle:
KNA