Bildungsministerin sieht Martin Luther als Vorbild für die Politik

Sprachgewalt und Wille

Martin Luther ist für Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) "einer der Väter der Volksbildung". Die Reformation sei ein entscheidender Schritt zu einer Wissensgesellschaft gewesen, die über Standesgrenzen hinaus gegangen sei.

Postkarte mit Martin Luther (dpa)
Postkarte mit Martin Luther / ( dpa )

Das sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Für den Reformator (1483-1546) sei es wichtig gewesen, dass alle Menschen das Wort Gottes verstünden. Deshalb habe er Bildung schon für Kinder gefordert. Wanka lobte die Sprachgewalt Luthers und seinen Willen, von jedem verstanden zu werden. "Er war das, was man heute einen Bestseller-Autor nennen würde."

Wanka sieht Luther auch als Vorbild für Lehrer, Professoren und Politiker: "Wer wie ich jahrelang selbst Studenten unterrichtet hat, weiß, wie wichtig Verständlichkeit ist, um dieser Aufgabe gerecht zu werden", sagte sie.


Quelle:
KNA