Missbrauch und Vertuschung wird in Freiburg weiter untersucht

Betroffenenbeirat soll kommen

Auch andere Bistümer ziehen mit: Nach der Vorstellung des Gutachtens zum Umgang mit Missbrauchsfällen im Erzbistum Köln hat auch das Erzbistum Freiburg am Donnerstag zugesichert, seine eigene Aufarbeitung fortzuführen.

Blick auf das Freiburger Münster / © Maryna Stamatova (shutterstock)
Blick auf das Freiburger Münster / © Maryna Stamatova ( shutterstock )

Eine mit unabhängigen Experten besetzte Arbeitsgruppe gehe möglichen Fällen von Vertuschung nach und untersuche Strukturen, Mechanismen und Verantwortlichkeiten, sagte ein Sprecher des Erzbistums Freiburg auf Anfrage. Der Abschlussbericht der Arbeitsgruppe "Machtstrukturen und Aktenanalyse" soll demnach bis Jahresende veröffentlicht werden.

Missbrauch sei ein "Verbrechen"

Für Erzbischof Stephan Burger ist entscheidend zu erkennen, "welche Strukturen und Verantwortlichkeiten zu Missbrauch in unserem Erzbistum geführt haben, um den Betroffenen von Missbrauch gerecht zu werden und so etwas für die Zukunft soweit es nur geht auszuschließen". Missbrauch sei ein "Verbrechen, das im Raum der Kirche keinen Platz haben darf".

Betroffenenbeirat einrichten

Parallel zur von Burger berufenen Kommission zur Aufarbeitung von Missbrauch sollen in den kommenden Monaten für das Erzbistum eine neue unabhängige Kommission und ein Betroffenenbeirat eingerichtet werden. Die Diözese setzt damit einen Beschluss der Deutschen Bischofskonferenz um.

Quelle:
KNA
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