Ab sofort befindet sich ein sogenannter Pius-Altar im Besitz des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg. Laut Mitteilung des Hauses besteht das mehr als einen Meter hohe Relief komplett aus Silber und zeigt die Beweinung Christi. Geschaffen wurde es demnach in der Werkstatt des römischen Goldschmieds Luigi Valadier (1726-1785). Vermutlich handele es sich um die letzte Arbeit des Goldschmieds, der damals in Europa führend gewesen sei.
Den Altar hatte laut Angaben Papst Pius VI. 1786 Herzogin Maria Anna, damals Pfalzgräfin von Birkenfeld-Zweibrücken, aus "geistlicher Verwandtschaft" geschenkt. Maria Anna wurde 1799 Herzogin in Bayern. Anlass war vermutlich die Geburt ihres Sohnes Herzog Pius, dessen Patenschaft der Papst übernahm.
"Das Relief ist also ein ungewöhnliches diplomatisches Geschenk an eine Wittelsbacher Pfalzgräfin und spätere bayerische Herzogin und damit bedeutendes Zeugnis europäischer Geschichte", so das Museum. Das Werk sei eine der spektakulärsten Neuerwerbungen des Hauses der letzten Jahre.