Stadt Duisburg unterstützt zwei Schulen des Bistums Essen

"Ausdruck von gemeinsamer Verantwortung"

Das Bistum Essen und die Stadt Duisburg haben eine Vereinbarung über eine Stärkung der bischöflichen Gymnasien Sankt Hildegardis und Abtei geschlossen. Danach unterstützt die Stadt die beiden Schulen jährlich mit 500.000 Euro.

Schulkinder / © Patrick Seeger (dpa)
Schulkinder / © Patrick Seeger ( dpa )

Im Gegenzug richte das Bistum an beiden Einrichtungen sogenannte Vorbereitungsklassen für bis zu 60 junge Zuwanderer ein, wie die Diözese bekanntgab. Diese sollten möglichst gut in der Schule begleitet und zu einem Abschluss geführt werden. Die Schüler würden nur so lange wie nötig in den Vorbereitungsklassen unterrichtet. Ziel sei ein möglichst schneller Wechsel in den Regelunterricht.

Die Vereinbarung sieht den Angaben zufolge zudem vor, dass die Sportanlagen an den Standorten geöffnet werden. So könnten demnächst auch Klassen der städtischen Schulen das Schwimmbad des Sankt Hildgardis-Gymnasiums und die Sporthalle des Abtei-Gymnasiums nutzen.

"Großzügige Entscheidung"

"Wir sind der Stadt Duisburg außerordentlich dankbar für diese großzügige Entscheidung", sagte Bischof Franz-Josef Overbeck bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung. Sie ermögliche es dem Bistum, beide katholische Gymnasien weiterzuführen.

Das verstärkte Engagement in den neuen Vorbereitungsklassen sei "Ausdruck einer von der Stadt Duisburg und unserem Bistum gemeinsam verstandenen Verantwortung für Kinder, denen nicht ohne weiteres der Weg zum Gymnasium offen steht".

"Zwei wichtige Schulstandorte gesichert"

Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (SPD) sagte, die Entscheidung sichere zwei wichtige Schulstandorte in der Stadt. "Nur wenn wir weiter massiv in Bildung investieren, geben wir unseren Kindern die Möglichkeit, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen."

Die Vereinbarung gilt zunächst für zehn Jahre, wie es hieß. Eine ähnliche Kooperation gibt es zwischen dem Ruhrbistum und Gladbeck. Damit werde die Lücke zwischen den Landesmitteln, dem Bistumsbeitrag aus Kirchensteuern und den tatsächlichen Kosten gedeckt, erläuterte Overbeck. Das Bistum trage vor allem die hohen Kosten im Bereich der Bauinvestitionen für die Schulen und finanziere über das gesetzlich erforderliche Maß hinaus viele der Schulkosten selbst.

 

Bischof Franz-Josef Overbeck im Gespräch / © Harald Oppitz (KNA)
Bischof Franz-Josef Overbeck im Gespräch / © Harald Oppitz ( KNA )
Quelle:
KNA