Nächste Schritte für Pfarreien-Reform im Erzbistum Freiburg

Aus 1.000 werden 36

In den künftig 36 Großpfarreien des Erzbistums Freiburg beginnen jetzt die konkreten Planungen für die kirchlichen und karitativen Angebote vor Ort. In jeder Pfarrei wird eine entsprechende Projektgruppe gebildet.

Freiburger Münster / © FooTToo (shutterstock)

Dies teilte die Diözese am Donnerstag mit. Ziel sei es, die in den Pfarreien engagierten Katholiken möglichst umfassend zu beteiligen.

Aktuelle Informationen zum Stand der Strukturreformen werden auf der Seite www.kirchenentwicklung2030.de gebündelt. Im März ist eine bistumsweite Konferenz geplant, die die Planungen zusammenführt.

Großpfarreien mit bis zu 80.000 Katholiken

Die 36 Großpfarreien sollen ab 2025 schrittweise die bisherigen Strukturen mit 224 Seelsorgeeinheiten und 1.000 Einzelpfarreien ablösen. Die geografischen Zuschnitte der neuen Pfarreien stehen bereits weitgehend fest. Für die Städte Heidelberg, Mannheim, Karlsruhe, Pforzheim, Baden-Baden, Freiburg und Konstanz ist je eine Pfarrei vorgesehen - mit bis zu 80.000 Katholiken. Auch in ländlichen Regionen entstehen sehr große Organisationseinheiten. Im Schnitt werden sechs Seelsorgeeinheiten und 29 bisherige Pfarreien zusammengefasst.

Priester übernehmen weiterhin die Leitung

Die Großpfarreien sollen von einem Priester geleitet werden. Er delegiert Aufgaben und Verantwortlichkeiten. Vor Ort werden Gemeindeteams gebildet, in denen Haupt- und Ehrenamtliche zusammenarbeiten. Hintergrund der Strukturveränderungen ist die sinkende Zahl von Katholiken und Priestern. Ähnliche Planungen gibt es in bundesweit vielen Diözesen. Das württembergische Nachbarbistum Rottenburg-Stuttgart hält dagegen an der Struktur von rund 1.000 kleinen Pfarreien fest.

Quelle:
KNA
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