Kardinal Marx ruft in der Adventszeit zur Solidarität auf

"Auf Not der Menschen in der Umgebung schauen"

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat die Menschen gerade in der Adventszeit zur Solidarität aufgerufen. Ein Blick auf die Not in der Umgebung sei laut Marx etwas, "das wir einander im Advent schenken können."

Reinhard Kardinal Marx / © Cristian Gennari (KNA)
Reinhard Kardinal Marx / © Cristian Gennari ( KNA )

Mit Blick auf die Situation Obdachloser sagte der Münchner Erzbischof in der neuen Folge der Videoreihe "Mittwochsminuten": "Schauen Sie in Ihre Umgebung: Wo ist jemand, der eine Not hat? Materieller Art oder der ein Wort der Zuversicht und der Hoffnung braucht. Das wäre etwas, das wir einander im Advent schenken können."

In dem kurzen Beitrag besucht der Kardinal den Pastoralreferenten Norbert Trischler. Er hilft dem Seelsorger für Obdachlosen- und Wohnungslosenpastoral beim Vorbereiten von Nikolaus-Päckchen für Bedürftige in München. Mit der Aktion, so Trischler, "wollen wir unseren Freunden auf der Straße, den obdachlosen Menschen, eine Freude machen und ihnen Anteil geben am Fest des heiligen Nikolaus, der ja auch ganz speziell für die Armen da war".

Den Heiligen Nikolaus im Blick

Marx verweist auf die vielen Geschichten über den Heiligen, der stets die verborgene Not der Menschen gesehen habe. Er habe hingeschaut, wo die Menschen in Not seien und habe ihnen auf eine "stille und liebenswürdige, verborgene Weise" geholfen. Dadurch sei für viele spürbar geworden: "Jemand denkt an mich, jemand trägt meine Not mit." Der Kardinal betont, dass dieser wertschätzende Umgang durch die ganze Geschichte der Christenheit lebendig geblieben sei, etwa auch in der Obdachlosenseelsorge des Erzbistums München und Freising.

Er freue sich, so Marx, über die Nikolaus-Aktion der Stadtpastoral, die ein Zeichen der Wertschätzung für die schätzungsweise rund 800 Obdachlosen und rund 9.000 Wohnungslosen in München sei. In den Päckchen, die dabei verteilt werden, befinden sich Obst, Nüsse, Schoko-Nikoläuse und weitere kleine Aufmerksamkeiten. Maßgeblich bei der Obdachlosen- und Wohnungslosenseelsorge sei "die Begegnung mit den Menschen auf Augenhöhe", so Trischler.

Quelle:
KNA