Aktion Dreikönigssingen startet bundesweit in Kempten

Mit rund 600 Kindern

In Kürze bringen wieder kleine Könige den Segen von Tür zu Tür. Das Sternsingen steht an. Die Aktion wird diesmal im Allgäu mit einem Bischof eröffnet, der selbst auf eine ordentliche Sternsinger-Karriere zurückblickt.

Sternsinger unterwegs / © Julia Steinbrecht (KNA)
Sternsinger unterwegs / © Julia Steinbrecht ( KNA )

Die bundesweite Eröffnung der Aktion Dreikönigssingen 2024 findet am 29. Dezember in Kempten im Allgäu statt. Rund 600 Sternsinger werden zum Auftakt erwartet, wie die Organisatoren am Montag bei einer Pressekonferenz in Kempten bekanntgaben.

Die 66. Sternsinger-Aktion steht dieses Mal unter dem Motto "Gemeinsam für unsere Erde - in Amazonien und weltweit". Damit solle darauf aufmerksam gemacht werden, wie wichtig der Schutz von Umwelt und Kulturen weltweit sei.

Dirk Bingener / © Julia Steinbrecht (KNA)
Dirk Bingener / © Julia Steinbrecht ( KNA )

Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks "Die Sternsinger", sagte, das Amazonasbecken erlebe zurzeit die schlimmste Dürre seit 122 Jahren. Es wüteten Brände, der Schiffsverkehr sei teils zum Erliegen gekommen.

Stefan Ottersbach, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), ergänzte, ein Sternsinger-Projektpartner in Amazonien sei die kolumbianische Stiftung "Wege der Identität" (kurz "FUCAI"). Sie lehre, wieso Verantwortung für die Natur wichtig sei und wie man sie übernehmen könne.

Das Kindermissionswerk aus Aachen und der BDKJ aus Düsseldorf sind Träger der bundesweiten Sternsinger-Aktion.

Bischof Meier war einst Sternsinger

Bertram Meier, Bischof des Bistums Augsburg, zu dem Kempten gehört, erzählte von seiner eigenen Sternsinger-Vergangenheit. Zunächst habe er als "Lastenträger" gedient und die Gaben für die Sternsinger auf einem Schlitten hinter den Königen hergezogen.

Bischof Bertram Meier / © Cristian Gennari/Romano Siciliani (KNA)
Bischof Bertram Meier / © Cristian Gennari/Romano Siciliani ( KNA )

Dann sei er zum Sternträger aufgestiegen und schließlich zu einem der Könige. Meier sagte zu den anwesenden Sternsingern: "Ich freue mich, dass ihr das macht. Ihr geht auch zu Menschen, die nicht mehr in die Kirche kommen können oder wollen."

Zum dritten Mal Gastgeber 

Das Bistum Augsburg ist nach 1993 (Augsburg) und 2004 (Lindau) zum dritten Mal Gastgeber der bundesweiten Aktionseröffnung, die immer eine andere Diözese ausrichtet. Der diesjährige Auftakt beginnt um 11 Uhr mit einem Gottesdienst in der Basilika Sankt Lorenz. Ihm steht Bischof Meier vor.

Danach ziehen die Könige und Königinnen zum Rathausplatz, wo sie Oberbürgermeister Thomas Kiechle (CSU) begrüßen wird. Am Rathaus soll es einen Sternsinger-Weihnachtsmarkt etwa mit einem Schoko-Parcours zum Thema Kakaoanbau und einem Amazonien-Märchenzelt geben. Für 14 Uhr ist eine ökumenische Abschlussandacht in der evangelischen Sankt-Mang-Kirche geplant.

Den Trägern zufolge kamen beim Sternsingen seit Aktionsstart 1959 rund 1,31 Milliarden Euro Spenden zusammen. Die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder unterstützt Projekte für benachteiligte und notleidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Ozeanien und Osteuropa.

Sternsinger

An der Aktion Dreikönigssingen nehmen jedes Jahr bundesweit mehr als 300.000 Sternsinger teil. Es ist die weltweit größte Hilfsinitiative von Kindern für Kinder in Not. Jeweils um das Dreikönigsfest am 6. Januar herum ziehen Mädchen und Jungen als Heilige Drei Könige verkleidet von Haus zu Haus und sammeln Spenden für ihre Altersgenossen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa.

Sternsinger unterwegs / © Waldemar Manfred Seehagen (shutterstock)
Sternsinger unterwegs / © Waldemar Manfred Seehagen ( shutterstock )
Quelle:
KNA