"Alan Kurdi" im Hafen von Tarent

88 Migranten dürfen von Bord

Das Rettungsschiff "Alan Kurdi" der deutschen Organisation "Sea-Eye" hat am Sonntagmorgen den Hafen der süditalienischen Stadt Tarent erreicht. Die 88 Migranten gingen in dem apulischen Hafen von Bord.

Seenotrettung im Mittelmeer – "Alan Kurdi" / © Fabian Heinz/Sea-Eye (dpa)
Seenotrettung im Mittelmeer – "Alan Kurdi" / © Fabian Heinz/Sea-Eye ( dpa )

Unter ihnen waren laut italienischen Medienberichten auch neun Minderjährige. Alle sollen innerhalb Europas verteilt werden.

Gemäß dem Abkommen von Malta nehmen laut dem italienischen Innenministerium Deutschland und Frankreich 60 Migranten auf, Portugal 5 und Irland 2; Italien die verbleibenden 21.

In italienischen Gewässern vor Sizilien

Die "Alan Kurdi" hatte am vergangenen Samstag aus einem havarierten Schlauchboot 91 Menschen aufgenommen. Dabei war die Crew von Schnellbooten der libyschen Küstenwache bedrängt worden, deren Besatzung auch Warnschüsse abgab.

Auch das italienische Versorgerschiff "Asso Trenta", das zwischen Freitagabend und Samstagfrüh rund 200 Menschen in internationalen Gewässern vor Libyen rettete und an Bord nahm, befindet sich inzwischen in italienischen Gewässern vor Sizilien. Laut dem italienischen Nachrichtensender RAI sollte das Schiff den Hafen von Pozzallo am Vormittag erreichen.

Quelle:
KNA