25 Jahre Kinderschutz-Zentrum Köln

Kinder Willkommen

Seit 25 Jahren gibt es das Kinderschutz-Zentrum in Köln. Er bietet Beratung für Kinder, Eltern, aber auch besorgte Verwandte und Nachbarn an. Der Arbeitsschwerpunkt hat sich in der Zeit verändert. Neben Ehrenamtlichen arbeiten heute auch Fachleute für das Kinderschutz-Zentrum. Doch Ehrenamtliche werden auch heute noch dringend gebrauch. Zum Beispiel für das neue Projekt "Kinder Willkommen", erläutert Renate Blum-Maurice im domradio Interview. Sie ist Fachleiterin beim Kinderschutz-Zentrum Köln.

 (DR)

Auch in den Familien hätte sich in den letzten 25 Jahren einiges verändert. Gewalt als Erziehungsmittel würde heute kaum noch propagiert, erläutert Blum-Maurice. Anders als früher erschienen heute aber viele Eltern ratlos und hilflos. Sie hätten selbst keine Kinder aufwachsen sehen und bräuchten deshalb viele Informationen. Elternkurse seien daher in den letzten Jahren sehr gefragt.

Präventive Maßnahmen und frühkindliche Hilfen seien in den letzten Jahren ein Schwerpunkt der Arbeit geworden. Je früher die Familien Hilfen bekommen, desto wirkungsvoller kann vor allem die Eltern Kind Beziehung wieder stabilisiert werden.

Mit dem neuen Projekt "KIWI  - Kinder Willkommen" will das Kinderschutz-Zentrum zusammen mit anderen Trägern jetzt noch früher an die Familien herantreten. Alle Kölner Familien sollen nach der Geburt eines Kindes von Ehrenamtlichen Zuhause besucht werden.

Die Freiwilligen sollen die Familien auf die bestehenden Hilfs - und Betreuungsangebote in der Umgebung aufmerksam machen und bei Bedarf auch die Hilfe von Familienhebammen, Haushaltshilfen oder andere Unterstützungsangeboten vermitteln.

In Köln und auch in den angrenzenden Kreisen werden für diese Arbeit noch Freiwillige gesucht. Ansprechpartner sind neben dem Kinderschutz-Zentrum auch der Sozialdienst katholischer Frauen (skf) oder das Jugendamt.