Auch Speyrer Bistumszeitung kooperiert mit Verlagsgruppe

13 unter einem Dach

Auch die Bistumszeitung der Diözese Speyer, "der pilger", wird künftig mit der Verlagsgruppe Bistumspresse kooperieren. Damit solle die Kirchenzeitung entlastet und gleichzeitig ihre Zukunft sichergestellt werden.

Zeitung / © Pressmaster (shutterstock)

Ab dem 1. Januar 2020 beziehe "der pilger" bis zu elf überregionale Seiten von der in Osnabrück ansässigen Zentralredaktion der Verlagsgruppe, wie diese am Donnerstag mitteilte. Mit Speyer werden dann 13 der 27 deutschen Diözesen in einer Kooperation mit der Verlagsgruppe Bistumspresse sein.

Ulrich Waschki, Geschäftsführer und Chefredakteur der Verlagsgruppe, sagte, eine solche Kooperation sei "der Schlüssel, um Bistumszeitungen zukunftssicher zu machen". Aus Sicht von Thomas Hagenhoff, weiterer Geschäftsführer der Verlagsgruppe, will man durch die Kooperation das regionale Gesicht der Bistumszeitung bewahren und zugleich auf die "Herausforderungen eines schrumpfenden Marktes" reagieren.

"Entlastung für mehr Konzentration aufs Bistum"

Eine geplante Überarbeitung des Layouts der Kirchenzeitung "der pilger" und die künftige Kooperation seien Teil der Zukunftsstrategie der Speyerer Peregrinus GmbH, hieß es weiter.

Peregrinus-Geschäftsführer Marco Fraleoni sagte, durch die Kooperation könne sich die Speyrer Kirchenzeitungsredaktion "noch mehr auf die Berichterstattung aus dem Bistum konzentrieren". Neben der Bistumszeitung bringt Peregrinus seit Anfang 2017 das gleichnamige Mindstyle-Magazin "der pilger" heraus, um Leser jenseits der bisherigen kirchlichen Zielgruppe zu erreichen.

Wie es weiter hieß, wird der Speyerer Generalvikar Andreas Sturm als Herausgeber der Kirchenzeitung "Der Pilger" Mitglied der Herausgeberkonferenz der Verlagsgruppe Bistumspresse. Diese trifft sich einmal jährlich in der Regel am Rande der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz.

Die Verlagsgruppe Bistumspresse ist eine gemeinsame Gesellschaft von vier Verlagen, die die Bistumszeitungen in den Diözesen Hamburg, Hildesheim, Osnabrück, Berlin, Erfurt, Magdeburg, Dresden-Meißen, Görlitz, Fulda, Mainz und Limburg herausgeben. Außerdem beliefert die Zentralredaktion der Verlagsgruppe die Aachener Kirchenzeitung mit überregionalen Seiten.

Die Bistümer Mainz, Limburg und Fulda hatten im Mai allerdings angekündigt, ihre drei Bistumszeitungen nur bis Ende 2023 weiterführen zu wollen. Die drei Diözesen begründeten das geplante Aus mit der wirtschaftlichen Lage und einem dramatischen Auflagenrückgang.

Quelle:
KNA