20.08.2021

Friedenszeugnis statt Waffen und Soldaten
"Nichts ist gut in Afghanistan!"

Auch nach 11 Jahren ist die Feststellung von Margot Käßmann immer noch aktuell, findet Chefredakteur Ingo Brüggenjürgen. Die Lage in Afghanistan zeige, dass nicht Waffen zum Ende von Krieg und Gewalt beitragen, sondern ein wirksames Friedenszeugnis durch uns Menschen.

„Nichts ist gut in Afghanistan!“. Dieser Satz aus der Neujahrspredigt von Margot Käßmann ist heute mindestens so wahr wie damals. Die damalige Landesbischöfin und Vorsitzende der EKD legte schon 2010 den Finger in die Wunde. Eine Wunde, die im Angesicht der jüngsten Ereignisse rund um Kabul nur noch tiefer und schmerzvoller ist. Wer die ganze Predigt (Link zur Predigt) nachliest, merkt schnell: Es war nicht primär eine prophetische Rede. Es war eine einfache Feststellung. Eine biblisch untermauerte Ansage, dass Schwerter dauerhaft keinen Frieden bringen.

Käßmann wurde Naivität vorgeworfen – man könne die Taliban nicht mit weiblichem Charme zum Frieden bringen. Heute wissen wir, wie naiv es war zu glauben, man könne Krieg und Gewalt durch Waffen und Soldaten beenden. Die Bibel weiß schon lange: Schwerter müssen zu Pflugscharen geschmiedet werden. (Jes 2,4) Wir Menschen müssen uns ändern. Die Vorgabe Jesu lautet eben nicht länger „Auge um Auge und vielfache Vergeltung“. Sondern „siebzig mal sieben mal“ verzeihen! (Mt 18,22). Gerade wir Christen sind aufgerufen, der Welt ein wirksames Friedenszeugnis zu geben. Margot Käßmann hielt ihre schon damals vielbeachtete Predigt in der Frauenkirche in Dresden. Nicht nur dort hat man doch schmerzhaft gelernt, dass kleine Kerzen mehr Licht in die Welt bringen, als der grelle Feuersturm der Bomben. „Nichts ist gut in Afghanistan!“ Ja, leider immer noch wahr. Aber wir Menschen können es zum Guten wenden. Immer noch. Denn unsere Hilfe steht im Namen des Herrn. (Ps 124,8)

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