24.06.2021

Regenbogenflaggen an Kirchen und Stadien
„Das Leben ist bunt – und das ist auch gut so!“

Fußball und Menschenrechte? Das eine hatte mit dem anderen bislang nicht viel zu tun. Die Debatte um Ungarns menschenfeindliche Gesetze hat jetzt aber die Fußball-Europameisterschaft erreicht. Gut so, meint Chefredakteur Ingo Brüggenjürgen.

Jetzt hat Viktor Orbán den Salat. Dass es der ungarische Ministerpräsident mit den Rechten von Minderheiten und der Pressefreiheit nicht ganz so genau nimmt, ist kein Geheimnis. Flüchtlinge sollen lieber draußen bleiben – kritische Journalisten besser ihre Klappe halten. In der vergangenen Woche verabschiedete die ungarische Regierung dann noch ein Gesetz, das Homosexuelle diskreditiert und diskriminiert. Wenn Orbán gehofft hatte, dass das mitten in der Fußball-Europameisterschaft keinen Menschen interessiert, so hat er sich gründlich getäuscht. Spätestens als die UEFA den Antrag des Münchner Stadtrates für eine Regenbogenbeleuchtung des Olympiastadions ablehnte, wurde es nicht nur Fußballfans zu bunt. Jetzt erst recht – dachten sich viele – und überall leuchtete plötzlich ein Regenbogen auf. Ein in ganz Europa nicht zu übersehendes Signal. 

So – wie die deutsche Mannschaft mit der bunten Kapitänsbinde von Manuel Neuer – zeigte man Haltung, setzte ein wirksames Zeichen: Ein Zeichen für den Schutz von Minderheiten. Ein Zeichen für die Menschenrechte. Ein Zeichen, dass sich das Fußballvolk nicht durch Brot und Spiele ablenken lässt, wenn es die Herrscher dieser Welt zu bunt treiben. Wie wirkungsvoll das uralte Zeichen des Regenbogens ist – dieses Zeichen des Bundes zwischen Gott und den Menschen – hatten zuletzt ja schon die bunten Flaggen auf unseren Kirchtürmen gezeigt. Das Leben in Fülle ist bunt – und das ist gut so!

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