Papst Benedikt XVI. bei seiner Ankunft zum Weltjugendtag in Köln am 18. August 2005
Papst Benedikt XVI. bei seiner Ankunft zum Weltjugendtag in Köln am 18. August 2005
21.08.2020

über den Weltjugendtag 2005 und das fehlende Patentrezept
Was für ein Tag – was für eine Nacht!

Vor genau 15 Jahren fand in Köln der Weltjugendtag statt. Der DOMRADIO.DE-Chefredakteur Ingo Brüggenjürgen erinnert sich an die große Begeisterung der Jugendlichen für die katholische Kirche zurück und stellt mit Bedauern fest, dass diese Begeisterung anscheinend nur noch eine Erzählung aus der Vergangenheit ist.

Hier am Dom und vor den Toren der Stadt Köln auf dem Marienfeld versammelten sich vor genau 15 Jahren über eine Million Jugendliche aus aller Welt. Es war ein wunderbares Gefühl, damals dabei zu sein, beim großen Weltjugendtag 2005. Nie werde ich die polnischen Jugendlichen vergessen – die jeden Abend mehr wurden und mit ihren emotionalen Liedern an den gerade verstorbenen Papst Johannes Paul II erinnerten – nie die Lebensfreude in Fülle, die damals überall spürbar war. Jesus Christ, you are my life – das war mehr als ein Lied. Die Sache Jesu begeisterte. Kirche hatte Akzeptanz und Relevanz. Journalisten aus aller Welt funkten 2005 diese Frohe Botschaft vom Kölner Dom in aller Herren Länder.

Wenn ich davon heute Jugendlichen erzähle, schauen die mich mit großen, ungläubigen Augen an. Erst 15 Jahre her – und doch klingen meine Berichte wie aus längst vergangenen Zeiten. Die meisten Jugendlichen von heute kennen Kirche nur von außen – Gottesdienstbesucher sind grauhaarig und überaltert. Kirche hat für viele Jugendliche heute null Relevanz. Begeistern können sie sich für die Rettung des Weltklimas und für Fridays for Future – aber katholische Kirche? Zu weit weg von den Sorgen und Nöten – wenig beweglich – nicht auf der Höhe der Zeit – männerdominiert – das sind noch die freundlichsten Antworten, die man bekommt, wenn man nachfragt.

Nein – ich habe leider auch kein Patentrezept. Doch nur das Schwelgen in den guten alten Erinnerungen von der Zeit, die damals angeblich viel besser war, hilft nicht. Garantiert nicht! Genau so wenig die alten Rezepte. Aber ich weiß, dass die Begeisterung von damals mich immer noch trägt. Also werde ich mir weiter größte Mühe geben, auch hier und heute noch zu begeistern. Nur wer selber be- geistert ist, kann andere begeistern! Jesus Christ – you are my life – aber doch nicht nur für einen tollen Weltjugendtag und eine unvergessliche Nacht im Jahr 2005! 

 

 

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